Mittelsinn

Mittelsinn: Peter Paul tritt zum dritten Mal als Bürgermeister an

Seit 36 Jahren gehört der inzwischen 68-Jährige dem Gemeinderat an, seit zwölf Jahren ist er Chef im Rathaus. Und Peter Paul will seine Heimat weiter gestalten.
Die Kandidaten der Mittelsinner Gemeinderatslisteliste "CSU-SPD-Unabhängige Bürger" für die Kommunalwahl am 15. März. Foto: Jürgen Gabel

Für seine zwei Legislaturperioden als Bürgermeister in Mittelsinn zieht Peter Paul eine positive Bilanz: Trotz reger Investitionen und stark gesunkener Einwohnerzahlen konnte er die Pro-Kopf-Verschuldung von 1200 auf jetzt 400 Euro reduzieren und somit Freiräume für Investitionen schaffen. Paul und seinem Gemeinderat ist es mit Hilfe staatlicher Fördergelder gelungen, zwei Vorzeigeprojekte umzusetzen: die energetische Sanierung des Kindergartens sowie die Sanierung der ortsbildprägenden Alten Schule und ihre Neunutzung als "Sozialer Treff im Sinngrund". Peter Paul kandidiert im März zum dritten Mal als Bürgermeister.

In der von SPD-Landratskandidatin Pamela Nembach geleiteten Aufstellungsversammlung wurde Peter Paul einstimmig von der Listenverbindung "CSU-SPD-Unabhängige Bürger" Mittelsinn, zum Bürgermeisterkandidaten gekürt. Für die Herausforderungen der kommenden Jahre sieht sich der 68-Jährige mit einem guten Erfahrungsvorsprung, ausgezeichnetem Netzwerk und der erforderlichen Energie ausgestattet.

"Sozialer Treff im Sinngrund" mit Leben erfüllen

Paul ließ im Gasthaus "Zur Post" die größeren Projekte der Gemeinde in seiner bisher zwölfjährigen Amtszeit Revue passieren: die neuen Wasserleitungen in der Zent- und Spessartstraße, die Nahwärmeversorgung (Hackschnitzel) der kommunalen Gebäude, die Sanierung des gemeinsam mit Obersinn betriebenen Hochbehälters oder die Belebung des Gewerbegebiets. Auf dem Friedhof wurden moderne Bestattungsformen ermöglicht. Erst im November 2019 konnte mit der Einweihung des neuen Vorzeigeprojekts "Sozialer Treff im Sinngrund" ein Meilenstein gesetzt werden, erklärte Paul.

Peter Paul kandidiert erneut für das Bürgermeisteramt. Foto: Jürgen Gabel

Gemeinsam mit den Listenkandidaten stellte Peter Paul die Ziele für die neue Amtsperiode vor. Das wichtigste Zukunftsprojekt sei die Sanierung der maroden Abwasserkanäle fast im gesamten Ortsbereich dar. Geschätzte Gesamtkosten: rund 1,6 Millionen Euro. Höchste Priorität habe die Brunnenstraße, für die schon im ersten Quartal 2020 die Ausschreibungen starten sollen. Das Wasserwirtschaftsamt möchte die Fertigstellung bis Ende 2021. In schwierigen Verhandlungen sei es ihm gelungen, eine hohe Förderzusage zu erhalten, freute sich Paul.

Nach der Einweihung des "Sozialen Treffs" muss dieser mit Leben gefüllt werden, meinte Paul. Der Café-Treff soll täglich öffnen und monatlich sind abwechselnd Vorträge zu Themen wie Gesundheit, Sicherheit oder Natur geplant. Die erfolgreiche Nachbarschaftshilfe "Helfende Hand" wird ihr Büro beziehen. Auch Vereinsgruppen nutzen die Räume.

Bürgersprechstunde via WhatsApp geplant

Ins Auge gefasst sind die Revitalisierung des Altortes, wobei die kommunale Förderung bis zu 5000 Euro je Objekt beträgt, sowie die Ausweisung eines Neubaugebietes, das junge Familien ansprechen soll. Die Kinder- und Jugendarbeit soll weiter über Spielplätze, das Ferienprogramm und das JUZ entwickelt werden. Peter Paul macht auch einen bemerkenswerten digitalen Schritt: Einmal wöchentlich kann in einer Bürgersprechstunde via WhatsApp mit dem Bürgermeister gechattet werden – ein Angebot, das den Dialog besonders mit jüngeren Bürgern beleben soll.

Die Sinngrundallianz liegt dem Bürgermeister besonders am Herzen: "Nur gemeinsam können wir stark werden; jeder braucht den Nachbarn und nur die Einheit gibt Stärke". Auf dieser Basis liegt auch Pauls Leitspruch für 2020: "Einzeln sind wir Worte – gemeinsam ein Gedicht".

Die anwesenden Listenkandidaten für die Gemeinderatswahl stellten sich kurz einzeln vor. Die Wahlvorschlagsliste wurde im Ganzen in einem Wahlgang einstimmig angenommen.

Peter Paul und die Kandidaten der Liste "CSU-SPD-Unabhängige Bürger"
Peter Paul bezeichnet sich als Ur-Mittelsinner, da er hier das Licht der Welt erblickte. Nach dem Besuch der Realschule in Altengronau lernte er in einem Lohrer Autohaus Kfz-Mechaniker ab und machte sich 1974 als Meister mit einer Werkstätte in Mittelsinn selbstständig. Inzwischen ist Sohn Frank mit in die Firma eingestiegen.
Dem Gemeinderat gehört Paul seit 1984 an. Zwölf Jahre war er dritter Bürgermeister, sechs Jahre zweiter Bürgermeister und seit 2008 ist er Bürgermeister der Gemeinde. Der verheiratete Vater zweier erwachsener Kinder tritt zum dritten Mal an und betont: "Wir brauchen einen dynamischen und kompetenten Bürgermeister, damit Mittelsinn gewinnt." Engagiert ist Peter Paul außerdem als Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins sowie als stellvertretender Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes und der "Hans-August-Fischer-Heimatstiftung".
Für den Gemeinderat kandidieren: 1. Dirk Schiefer (52), Lokführer; 2. Alexander Fischer (45), Agrarbetriebswirt; 3. Hans-Georg Linke (67), Systemanalytiker i.R.; 4. Peter Paul (68), Kfz-Meister; 5. Steffen Künstler (42), Tiefbautechniker; 6. Marco Blum (47), selbstständiger Unternehmer Forst; 7. Alexander Otte (49) Schreinermeister; 8. Tanja Weis (48), Bilanzbuchhalterin; 9. Frank Schiefer (50), Inspektor für Arbeitsschutz; 10. Enrico Ball (43), Dipl. Verwaltungswirt, Pressesprecher der Polizei; 11. Ramona Herr (40), Lehrerin für Pflegeberufe; 12. Sven Ullrich (26), Fachinformatiker; 13. Sascha Weigand (27), Projektingenieur; 14. Florian Schönmeier (30), Metallbauer; 15. Alfred Ullrich (57), Fleischermeister; 16. Marcus Herr (44), Verkäufer im Baustoffvertrieb.

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