Obersinn

Musikalische Kirchennacht in St. Jakobus

Tosenden Applaus erntete der Posaunenchor Burgsinn mit traditioneller und moderner Musikliteratur. Foto: Jürgen Gabel

Die zehnte ökumenische Kirchennacht mit musikalischen Vorträgen und den beleuchteten Kirchenfenstern unter dem Motto "Kirche einmal anders erleben" in der Pfarrkirche St. Jakobus war ein Erlebnis. Seit Jahren setzt der Veranstalter auf Sänger und Musiker der Umgebung, um ihnen eine Plattform zu geben, und bereicherten damit das Kulturleben im Sinngrund.

Pfarrer Dr. Edward Zarosa bezeichnete Musik als Botschaft der Seele, die Zeit für Träume gebe. Moderator Jürgen Gabel hieß die 100 Mitwirkenden, sechs Gesangs- und Musikgruppen sowie Solisten, willkommen, führte durch das kurzweilige Programm. Er freute sich über die vielen Besucher aus der Region, die das Gotteshaus füllten. Scheinwerfer setzten die bunten Kirchenfenster von außen in Szene. 

Der Veranstalter, Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat, hatte die Programmfolge so gestaltet, dass sich Gesang, Bläser-, Hörner- Klavier- und Gitarrenklänge oder Schlagwerk abwechselten. Die musikalische Begrüßung kam dreifach daher: Der Auraer Chor New Voices (Leitung Kristin Jeckel) marschierte mit Rock my Soul in das Gotteshaus ein. Das Bläsercorps der BJV-Kreisgruppe Gemünden (Leitung Robert Riedmann) hieß mit dem Gesellschaftssignal willkommen; der Musikverein Obersinn/Mittelsinn (Leitung Volker Gärtner) eröffnete fulminant mit Rossinis Ouvertüre der Oper Regina das musikalische Erlebnis.

Der Kirchenchor Cäcilia Burgsinn hinterließ bei der Kirchennacht in Obersinn einen ausgezeichneten Eindruck. Foto: Jürgen Gabel

Der Musikverein setzte im Verlauf des Konzerts auf moderne und traditionelle Literatur, begeisterte mit dem Ave Glöcklein und zog zur Freude der Zuhörer gerade bei Schostakowitschs The Second Waltz alle Register seines Könnens.

Einen musikalischen Leckerbissen servierte der erstmals bei der Kirchennacht gastierende Burgsinner Kirchenchor Cäcilia (Leitung Harald Hofbauer). Ob bei Ave Verum, Die Engel Gottes, Cohens Ballade Halleluja oder der 2003er Pop-Hit You raise me up erntete das Ensemble nicht zuletzt dank einiger Soloeinlagen Beifallsstürme.

Ebenfalls zum ersten Mal waren New Voices zu Gast und sorgten mit sechs klassischen Gospels, begleitet von Volker Gärtner am E-Piano, für ein Klangerlebnis. Viel Anklang bei den Besucher fanden die einfühlsamen Stimmen bei Soon and very soon, It`s me my lord oder das Konzert beschließende Oh happy day.

Viel Beifall erhielt der Stammgast, der personell starke Posaunenchor Burgsinn (Leitung Matthias Dobler), mit Fanfare und Gott segne dich. Besonders bei Michael Jacksons Heal the world überzeugten die Bläserstimmen. Angetan waren die Besucher auch von der Sopranistin, Burgsinns Pfarrerin Sabine Schlagbauer, die sich selbst am Piano beim hebräischen Baschana Haba`a begleitete. Auch mit ihrem zweiten Auftritt, der Fantasie für Querflöte gewann sie die Gäste für sich. Völlig andere, in der Kirche ungewohnte Töne ließ das BJV-Bläsercorps beim Hirschmarsch, dem Jagdherrenruf und dem Hubertusmarsch erklingen.

Die Besucher dankten mit lang anhaltendem Applaus für einen bemerkenswerten Kulturabend. Pfarrer Gunnar Zwing von der evangelischen Kirchengemeinde würdige die musikalischen Darbietungen und sprach gemeinsam mit Pfarrer Zarosa den abschließenden Segen. Die Pfarrei lud anschließend zu Snacks und Getränken in die benachbarte Mehrzweckhalle ein. Der Reinerlös der Veranstaltung wird für den Erhalt von Pfarrkirche und Pfarrheim verwendet.

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