WÜSTENZELL

Musikalische Unterhaltung und frische Haxen

Am kommenden Wochenende, vom 15. bis 17. September 2018, feiert die Freiwillige Feuerwehr Wüstenzell ihr 135-jähriges Bestehen.

Das Stiftungsfest wird unter dem 1. Kommandanten und Vorsitzenden Matthias Maag und seiner Stellvertreterin Tanja Robanus gefeiert. Am Samstag, 15. September, beginnt um 19 Uhr das Fest mit den „Bavaria Beat Boys“ in und um dem Feuerwehrhaus. Am Sonntag, 16. September, ist um 10 Uhr Festgottesdienst im Pfarrheim mit anschließenden Grußworten. Um 11.30 Uhr gibt es Mittagessen. Musikalische Unterhaltung wird von „Doppel Pack“ geboten. Am Montag beginnt das Fest um 17.30 Uhr mit „Cop & Co“. Für frische Haxen ist ab 18 Uhr gesorgt.

Die Freiwillige Feuerwehr wurde am 1. Mai 1883 gegründet. Wie aus der Dorfchronik zu entnehmen ist, wurden an diesem Tag 28 Mitglieder in die sogenannte „Stammliste“ eingetragen. Erster Kommandant war Philipp Klopf, sein Stellvertreter Michael Schwab. Für die Alarmierung, bei der auch zusätzlich die Kirchenglocke läutete, waren die Hornisten Alexander Schmitt und Vitus Müller zuständig.

1899 wurde die Saug- und Druckspritze angeschafft, die von Pferden gezogen wurde und von vier Mann von Hand gepumpt werden musste. Sie ist heute noch vorhanden.

Was heute die „Helfer vor Ort“ sind, wurde bereits im Juni 1908 Josef Spiegel. Er war erster Sanitäter der Feuerwehr. Unterbrechungen der Vereinstätigkeiten waren jeweils durch die beiden Weltkriege bedingt. Die Feuerwehr wurde jedoch als Pflichtfeuerwehr weitergeführt, bis am 8. September 1946 die Wiedergründung der Freiwilligen Feuerwehr Wüstenzell unter Bürgermeister Josef Hörner, dem 1. Kommandanten Eugen Müller und seinem Stellvertreter Albin Traub erfolgte.

Die Versorgung der Gemeinde für Feuerlöschzwecke war sehr mangelhaft, da diese nur aus dem Aalbach möglich war. Der Bau der Wasserleitung in den Jahren von 1951 bis 1959 zusammen mit der Gemeinde Holzkirchen und der Bau eines Hochbehälters in Wüstenzell am Weinberg mit 150 Kubikmeter Inhalt war ein Fortschritt für die Versorgung der Bevölkerung mit Wasser und für den Feuerschutz. Die im Ort verteilten Hydranten hatten die alte Löschmaschine abgelöst und der Feuerschutz wurde wesentlich verbessert.

Das 80-jährige Stiftungsfest wurde am 5. Juli 1964 ihm Rahmen der Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses gefeiert. Eine gegründete Damen-Feuerwehrmannschaft, die heute nicht mehr aktiv ist, legte am 27. September 1997 das Leistungsabzeichen in Bronze ab. Gruppenführer war Volker Römisch.

2001 wurden die ersten Schritte zur Gründung einer „First Responder-Gruppe“ – jetzt „Helfer vor Ort“ – unternommen. Deren Hilfstätigkeiten haben sich heutzutage hauptsächlich vom Feuerschutz auf Verkehrsunfälle oder Sturmschäden verlagert.

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