Marktheidenfeld

Muslime begehen Fastenmonat Ramadan

Der Gebetssaal im türkisch-islamischen Gemeindezentrum wird im Fastenmonat Ramadan stärker besucht als im übrigen Jahr. Foto: Martin Harth

Schnell sei die Zeit seit dem letzten Ramadan vergangen, meint der Integrationsbeauftragte der türkisch-islamischen Gemeinde (DITIB) von Marktheidenfeld, Cevat Keceli. Ihm ist es wichtig darauf hinzuweisen, dass vor den gläubigen Muslimen in den kommenden Wochen ab dem 5. Mai wieder die 29 Tage des islamischen Fastenmonats Ramadan liegen.

Dieser soll von allen Muslimen beachtet werden und auch in Marktheidenfeld und Umgebung werde dieses religiöse Gebot von vielem Gläubigen eingehalten, so Keceli. Eine Stärkung des Glaubens, des Gottesbewusstseins und der Selbstdisziplin zählten zu den Zielen des Fastens.

Außerdem, so führt Keceli aus, gehe es um einen freundlichen und friedlichen Umgang miteinander. Eventueller Streit solle beiseite gelassen und beigelegt werden. Vor Sonnenaufgang werde an den Fastentagen letztmals gegessen und getrunken. Beim allabendlichen Iftar, dem Fastenbrechen nach Sonnenuntergang, werde dann in größerem Kreis gemeinsam gespeist, oftmals auch im türkisch-islamischen Gemeindezentrum an der Udo-Lermann-Straße. Der Tag gehe danach mit einem gemeinsamen Gebet zu Ende.

Die Muslime in der Region sehnten das dreitägige Zuckerfest, auf türkisch "Ramazan Bayrami", am Ende des Ramadan herbei. Dieses stehe laut Keceli ganz in Zeichen der Familie: Kinder bekommen Geschenke und Glückwünsche werden mit allen Freunden ausgetauscht, egal ob muslimisch oder nicht-muslimisch. 

Der Fastenmonat Ramadan
Der islamische Fastenmonat Ramadan, der sich am Mondkalender orientiert, beginnt im Jahr 2019 am Abend des kommenden Sonntag, 5. Mai und endet bei Sonnenuntergang am 4. Juni.
Das Fasten gehört zu den "fünf Säulen" des Islam. Nach dessen Glaubensüberzeugung überbrachte im Monat Ramadan ein Erzengel dem Propheten Mohamed die Lehren des Koran. Der Ramadan ist nicht nur eine strenge Fastenzeit, in der zwischen Sonnenaufgang und -untergang nichts in den Magen gläubiger Muslime kommen sollte. Der Fastenmonat gilt auch als eine Zeit der religiösen Besinnung, der Reinigung der Seele und der guten Taten. Dazu zählen die Erfahrung von Gemeinschaft, Solidarität, Versöhnung und Mitmenschlichkeit.

Schlagworte

  • Marktheidenfeld
  • Martin Harth
  • Fasten
  • Fastenzeit
  • Gläubige
  • Islam
  • Koran
  • Muslime
  • Ramadan
  • Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!