Lohr

Nach Kritik: Schottergärten sollen artenreicher werden

Einer der kritisierten Schottergärten an einem Haus der Baugenossenschaft an der Rodenbacher Straße. Foto: Johannes Ungemach

Bürgermeister Mario Paul hat auf die Kritik an den Schottergärten rund um Häuser der Lohrer Baugenossenschaft reagiert. In der Sitzung des Umweltausschusses des Stadtrates kündigte er ein Pilotprojekt zur "Verbesserung der Artenvielfalt" auf diesen Flächen an.

Er habe angeregt, dass der städtische Bauhof und die Baugenossenschaft in diesem Sinne zusammenwirken, so Paul. Der Bürgermeister ist gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der Baugenossenschaft.

Die Aufwertung der Schottergärten könne ein Projekt im Rahmen der Teilnahme der Stadt an der bayernweiten Aktion "Marktplatz der biologischen Vielfalt sein", so Paul. Gerade weil sich Lohr bemüht, Modellstadt in Sachen Artenvielfalt zu sein, war jüngst Kritik an den Schottergärten laut geworden. Diese sind flächig mit grobem Schotter belegt und nur punktuell bepflanzt. Eine solche Anlage passe nicht zu dem Image, das sich Lohr geben wolle, hatten mehrere Stadträte moniert.

Die Stadt biete auf ihrer Internetseite eine Beratung des Bauhofs bei der Umgestaltung von Schottergärten in artenreiche Flächen an. Da dürfe es der Bürgermeister nicht zulassen, dass die Baugenossenschaft, an der die Stadt einen Anteil von 60 Prozent hat, das genaue Gegenteil praktiziere, so die Kritik.

Der Geschäftsführer der Baugenossenschaft hatte die Schottergärten unter anderem damit begründet, dass Mieter nicht bereit seien, die Kosten für die Pflege von Grünanlagen zu tragen. Paul hatte davon gesprochen, dass die Baugenossenschaft das für die Artenvielfalt tue, was ihr wirtschaftlich möglich sei.

Der Bürgermeister sprach in diesem Zusammenhang von einer Blütenpracht, die Insekten Nahrung spende. Am Dienstag nun erklärte Paul, dass er bei dieser Formilierung nicht an die Schottergärten gedacht habe. Stattdessen habe er eine üppige Blühwiese im Sinn gehabt, wie sie die Baugenossenschaft im Innenhof eines ihrer Wohnblocks in der Weisenau angelegt habe.

Diese Flächen würden auch von Fachleuten als "sehr positiv" bewertet, so Paul.

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