Triefenstein

Nachbarn helfen sich gegenseitig

Die Nachbarschaftshilfe stieß auf Interesse (von links): Bürgermeister Norbert Endres, Meike von Pock, Ines Riermeier und einige Bürger. Foto: Raymond Roth

Was und für wen ist Nachbarschaftshilfe und wie kann sie strukturiert werden ? In diese Initiative, die innerhalb des Projekts „Marktplatz der Generationen“  nun in ihre zweite Phase geht, ist nun auch der Markt Triefenstein eingebunden, zusammen mit weiteren 29 Gemeinden in Bayern, darunter fünf in Unterfranken.

Bei einem Treffen zum Thema Nachbarschaftshilfe im Juli stellte sich heraus, dass in Triefenstein der Bedarf für eine Nachbarschaftshilfe da ist. Nachbarschaftshilfe schließt beispielsweise ein: Hilfe im Haushalt, im Garten, bei Schreibarbeiten, beim Einkaufen, oder einen Besuchsdienst. Diese Nachbarschaftshilfe ersetzt keinen Pflegedienst oder andere Dienste, sondern sollte etwas sein, was ein Nachbar gerne ab und zu erledigen kann. Die Idee wurde als gut befunden.

Erfahrungen aus neun Kommunen

Ines Riermeier (Psychologin und Gerontologin) betreut für Unterfranken das Projekt. Sie berät Gemeinden (durchweg mit Einwohnerzahl unter 3000) mit Blick auf das Thema Seniorenpolitik, und hat sich zum Ziel gesetzt, herauszufinden, wie man am sinnvollsten und wirksamsten eine Nachbarschaftshilfe „baut“, wobei sie auf die Erfahrungen einer (bis 2016) fünf Jahre durchgeführten Modellphase mit neun beteiligten Kommunen zurückgreifen kann.

Die Ergebnisse des Juli-Treffens wurden mit interessierten Bürgern im Pfarrheim Lengfurt wieder aufgegriffen und neu fortgeführt. Beim Treffen dabei waren Triefensteins Bürgermeister Norbert Endres und Meike von Pock, Mitarbeiterin in der Verwaltung der Marktgemeinde. Man hatte hierzu eigens einen Fragebogen entworfen mit dem Ziel, Mitglieder für den Arbeitskreis „Nachbarschaftshilfe Triefenstein“ zu finden und eventuell sogar ein „Oberhaupt“ dieses Arbeitskreises. Vor allem: Art der Mithilfe, wer kann zu welchen Zeiten helfen und auf welche Weise: Hilfe im Haushalt, Gartenarbeit, Einkaufen, Besuchs- oder Fahrdienst, Behördengänge und vieles mehr. Denkbar sei eine sich entwickelnde Struktur („eine Art Dachorganisation“) mit einem Koordinator für diese genannten Bereiche, etwas, was sich schon bei der Organisation der Flüchtlingshilfe bewährt habe, teilte Bürgermeister Endres mit. Der Fragebogen wird im nächsten Mitteilungsblatt erscheinen und somit in alle Haushalte getragen, die Auswertung wird dann bald danach bekanntgegeben.

„Einige Fragen, viele Bedenken“ fasste die Projektbetreuerin  Riermeier die Ergebnisse des Treffens zusammen. In den allermeisten Fällen funktioniere das Projekt, und dafür seien auch Fördergelder in Reichweite. Sie verspräche sich durch die Fragebogen-Aktion in Triefenstein Klarheit.

„Marktplatz der Generationen“

Ziel des Projekts „Marktplatz der Generationen“ (ein Projekt des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales) ist es laut dem Ministerium, die Lebensqualität älterer Menschen in ländlichen Gemeinden langfristig zu gewährleisten. Dies schreibt das Ministerium in seiner Projektbeschreibung. Daher sollen die Lebensbedingungen vor Ort so gestaltet werden, dass sie den Bedürfnissen und Wünschen älterer Menschen entsprechen und damit letztlich allen Bürgerinnen und Bürgern Rechnung tragen. Mit einer individuellen und passgenauen Beratung werden kleine Gemeinden dabei unterstützt, auf ihre jeweilige Situation zugeschnittene Lösungen zu entwickeln und umzusetzen, heißt es in der Beschreibung weiter.

Schlagworte

  • Triefenstein
  • Bürger
  • Bürgermeister und Oberbürgermeister
  • Gärten
  • Lebensqualität
  • Marktgemeinden
  • Marktplätze
  • Nachbarschaftshilfe
  • Norbert Endres
  • Senioren
  • Seniorenpolitik
  • Unterfranken
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!