Karlstadt

Nachnutzung Krankenhaus: Pläne werden konkreter

Der Karlstadter Bauausschuss befasste sich mit der Bebauungsplanänderung für die Krankenhaus-Nachnutzung. Die Konturen der Umbaupläne werden erkennbar.
Der Umbau des früheren Karlstadter Krankenhauses hat begonnen. Foto: Markus Rill

"Von außen wird sich wenig ändern, im Innern wird das quasi ein Neubau", sagte Architekt Thorsten Heßdörfer zu den Plänen für das ehemalige Kreiskrankenhaus in Karlstadt. Der Landkreis hat das Gebäude an die Beethovengruppe aus Würzburg verkauft, die dort ein "ärztliches Versorgungszentrum" errichten will. Der Karlstadter Bauausschuss befasste sich am Dienstag mit der dafür nötigen Bebauungsplanänderung.

Zuvor war das Krankenhausgebiet mit rund einem Hektar als "Gemeinbedarfsfläche" definiert. Der Bauausschuss empfahl dem Stadtrat einstimmig, dies künftig als Mischgebiet auszuweisen. Diese Änderung bezieht sich nur auf das frühere Krankenhausgelände, angrenzende Grundstücke sind nicht betroffen. Sie ist nötig, weil neben Arztpraxen auch eine Apotheke, Orthopädiefachhandel und ein Bäcker mit Café ins Ärztehaus ziehen sollen. In einem Mischgebiet sind "nicht störende Gewerbebetriebe" gestattet, erklärte Marco Amrhein, Bauabteilungsleiter der Stadt Karlstadt. 

Windmühlenartige Praxen

Heßdörfers Vorstellung der Pläne ging noch nicht ins Detail. Die Arztpraxen und Räume der "arztnahen Berufe" werden vorrangig in den Flügeln des Gebäudes angesiedelt, "windmühlenartig", hieß es. Es werde "Gerätegemeinschaften" der Praxen geben. Ein neues Brandschutzkonzept werde nötig, das Gebäude werde einen Glasdachaufsatz erhalten – "die von außen deutlichste Veränderung", sagte Heßdörfer.

Wo sich derzeit die Parkplätze befinden, soll eine Tiefgarage entstehen. Diese ist für die Mitarbeiter gedacht. Obendrauf sollen Kunden und Patienten parken. "Der Baumbestand nördlich der Parkdecks soll erhalten bleiben", so Heßdörfer.

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