Marktheidenfeld

Neue Liste UGM will in Main-Spessart Themen setzen

Blick in die Gründungsversammlung der neuen Liste UGM in Marktheidenfeld. Foto: Steffen Schreck

30 Kandidaten hat die neue Gruppierung „Unabhängig - Gemeinsam - für Main-Spessart“ - UGM- bereits motiviert. Dass es am Ende auch 40 werden könnten, darüber waren sich die Teilnehmer bei der offiziellen Gründungsversammlung im Marktheidenfelder Hotel “Zur Schönen Aussicht” schnell einig, heißt es in einer Pressemitteilung über die Veranstaltung.

Esselbachs Bürgermeister Richard Roos wurde einstimmig zum Sitzungsleiter bestimmt.  25 Gründungsmitglieder hat die UGM. Vertreter des Wahlvorschlags sind der Marktheidenfelder Unternehmer Sebastian Dosch und die Rothenfelser Diplom-Sozialpädagogin Ruth Augsbach. Listen-Mitinitiator Christian Menig freute sich über die vielen Teilnehmer und stellte in Kurzform die Idee des neuen politischen Angebots für den Landkreis Main-Spessart vor.

Im Anschluss gaben Birkenfels Bürgermeister Achim Müller und Richard Roos einen ersten Überblick über wichtige Themen. Beide klagten über den unzulänglichen ÖPNV im Landkreis Main-Spessart. Müller sagte, „der Bahnhof in Retzbach ist zwar eingebunden, aber unsere Schulbusse nicht“. Die Mehrkosten für den Schulverband belaufen sich so auf rund 85 000 Euro. Roos beklagte, dass der günstig liegende ICE-Bahnhof Aschaffenburg mit öffentlichen Verkehrsmitteln quasi nicht zu erreichen ist. Er sagte, dass die Grunddörfer, Schollbrunn oder Hasloch mit insgesamt 6000 Einwohnern und die Arbeitnehmer im Industriegebiet Altfeld abgeschnitten seien.

Gute Lösung für Schulstandort Marktheidenfeld finden

Ausführlich diskutierten die UGM-Mitglieder über den Schulstandort Marktheidenfeld, insbesondere Gymnasium und Realschule. Hier gab es sehr konkrete Lösungsansätze: Das Gymnasium als Gebäude und die Grünflächen auf der Sportanlage sollten in jedem Fall erhalten bleiben und die Main-Spessart-Halle sei in die aktuellen Planungen einzubeziehen. Im Haushalt des Landkreises sind hier erst im Jahr 2028 Kosten eingeplant. Sollte als erster Baustein, die Halle auf die Fläche der jetzigen Hartplätze gebaut werden, könnte man auf der freiwerdenden Fläche problemlos einen Neubau verwirklichen.

Zu den Unterstützern der UGM gehören auch Lehrer des Balthasar-Neumann-Gymnasiums. Aus deren Ausführungen wurde deutlich, dass durch eine Bebauung der Rasenfläche ein einzigartiges Sportgelände zerstört würde und weitere Grünflächen versiegelt würden. Gründe, die laut UGM für den Erhalt des Gymnasiumsgebäudes sprächen seien, dass  Fachräume, Bibliothek und Aula in einem Neubau nicht mehr in ihrer Form und Größe enthalten wären.  Ins Reich der Phantasie wurde die Idee verwiesen, die Realschule als eine Art Stadthalle durch die Stadt Marktheidenfeld zu übernehmen.

Gegen "Schnellschuss" angesichts von 60 Millionen Euro

Kritisiert wurde der „Schnellschuss“, mit dem im Kreistag am 6. Dezember über den Schulstandort und ein mögliches Sanierungskonzept entschieden werden soll. Helmut Adam sprach von einem unfertigen und nicht zu Ende gedachten Konzept mit über 60 Millionen Euro. Richard Roos sagte, „es wird vor der Wahl noch schnell was beschlossen, dass Marktheidenfeld zufrieden ist“. Thomas Stamm, designierter Bürgermeisterkandidat in Marktheidenfeld und UGM-Gründungsmitglied, schlug ein Treffen mit den Kreistagsfraktionsvorsitzenden am Standort vor, um die UGM-Gedanken vorzustellen. Er sagte, man solle mit den Konzepten auf alle Beteiligten zugehen und eine vernünftige Lösung finden.

Die UGM ist sich einig, keinen der fünf Landratskandidaten ausdrücklich zu unterstützen, aber mit allen zusammen arbeiten zu wollen und gute Ideen zu unterstützen. Steffen Schreck, der Pressesprecher der UGM, fasste es mit „Themen statt Personen“ zusammen. Am Ende informierte Christian Menig darüber, dass die Liste von den etablierten Parteien und Gruppierungen sicher kritisch und genau beäugt wird. Man betrachte UGM mit Argwohn und versuche derzeit mit allen Mitteln die Liste noch zu verhindern, so Richard Roos. Am 12. Dezember findet die Aufstellungsversammlung der UGM statt.

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