BÖTTIGHEIM

Neue Waldwege in Böttigheim übergeben

Gaben die neuen Wege frei (von links): Neubrunns Zweiter Bürgermeister Peter Klingler, Reinhold Popp vom Verband für Ländliche Entwicklung Unterfranken, der Feldgeschworene Alfred Rüger, Neubrunns Bürgermeister Heiko Menig, Bauoberleitung Matthias Reichert, Bauunternehmer Willi Seitz, Wegebaumeister Richard Fiederling und Michael Manger vom Amt für ländliche Entwicklung. Foto: Carolin Schulte

Ein Wald ohne Weg sei wie ein Haus ohne Tür, führte Michael Manger vom Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken an. Er war daher stolz, als Vorstandsvorsitzender der Teilnehmergemeinschaft am Freitag fünf neue Forstwege mit einer Gesamtlänge von 3,6 Kilometern an den Markt Neubrunn übergeben zu können.

Die Waldflurbereinigung in Böttigheim war von einigen Schwierigkeiten geprägt: Der Privatwald dort ist 150 Hektar groß, aufgeteilt in 1700 Waldgrundstücke, die 350 Grundstücks- und Anteilseigentümern gehören. Viele davon waren kleiner als 500 Quadratmeter und konnten so schwer genutzt werden. Zudem wurden die Grundbücher in den vergangen Jahren und Jahrzehnten oft eher schlecht als recht geführt, sodass die Besitzverhältnisse teilweise unklar waren. Das Team um Manger musste die Grundstücke also abmarken und vermessen. 1500 Grenzpunkte haben sie dabei aufgedeckt, überprüft, und teilweise freigeschnitten, weil sie nach so vielen Jahren von Hecken überwuchert waren.

Wetter bereitete Problem

Die Waldflächen liegen außerdem in der Nähe des Naturschutzgebietes „Trockenhänge bei Böttigheim“. Auch hier galt es also möglichen Interessenskonflikten vorzubeugen. Hinzu kam das schlechte Wetter im vergangenen Winter. Der Wegebau wurde im Oktober 2017 begonnen und konnte trotz aller Widrigkeiten im Juni diesen Jahres abgeschlossen werden. Auch der Kostenrahmen wurde eingehalten.

„Der Wald ist ein Multitalent“, sagte Neubrunns Bürgermeister Heiko Menig bei der feierlichen Übergabe der Wege. Eine Neuordnung sei dringend notwendig gewesen. Durch die Flurbereinigung kann der Wald nun besser bewirtschaftet werden. „Die Wirtschaftswege dienen auch als Wander- und Rundwege für die Bevölkerung“, erklärte Manger. So werde auch die Erholungs- und Freizeitfunktion des Waldes gefördert.

Übergabe ist lediglich „Richtfest“

Bereits im Jahr 2001 hatte Neubrunns damaliger Bürgermeister Achim Rieck die Waldflurbereinigung in die Wege geleitet. Unter dem Motto „100 mal starker ländlicher Raum“ war auch der Freistaat Bayern im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Freistaats im Jahr 2018 an der Übergabe beteiligt.

Der Böttigheimer Wald ist nun also kein „Haus ohne Tür“ mehr, dennoch betonte Manger, es handele sich bei der Feier lediglich um ein Richtfest und es gebe noch einiges zu tun. Man biege dabei nun auf die Zielgerade der Neuverteilung ein.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Böttigheim
  • Carolin Schulte
  • Böttigheim
  • Heiko Menig
  • Wetter
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!