KARLSTADT

Neuer Kindergarten: Heller, wärmer und ganz viel Platz

Jetzt sind die Kinder dran: Die eigentlichen Bauarbeiten für den neuen Kindergarten sind beendet, nur noch einige Arbeit... Foto: KARLHEINZ HAASE

Mit einem Festgottesdienst in der Kirche und einer Feier in den neuen Räumen wurde der Kindergarten St. Johannis in Karlstadt eingeweiht. Nach knapp einjähriger Bauzeit konnte das neue Haus an der Arnsteiner Straße bezogen werden. Die alten Kindergartengebäude wurden abgerissen.

In den neuen Räumen ist nun Platz für 50 Kindergartenkinder in zwei Regelgruppen. Überdies gibt es eine Kinderkrippe mit 14 Plätzen. Das Gebäude wurde in Holzständerbauweise errichtet. Beheizt wird es durch eine Gastherme mit Solarunterstützung.

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Kindergarten-Einweihung

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Architekt Alfred Wiener hat den Kindergarten L-förmig entlang der Gartenstraße angeordnet. Damit und mit dem Abriss der alten Gebäude entstand ein geschützter Innenhof zwischen Kirche, Kindergarten und Pfarrhaus. Hier wurde nun ein Versammlungsplatz mit einer kleinen Bühne angelegt, auf dem Veranstaltungen, aber auch Gottesdienste im Freien stattfinden können. Auch die Buntsandsteinkanzel aus den 1950er Jahren, die beim Umbau der Kirche entfernt wurde, hat nun hier einen neuen Platz gefunden.

Baubeginn war im Herbst vor einem Jahr. Die Kinder waren während der Bauarbeiten ein Jahr lang im Turnraum des alten Kindergartens und im Gemeindesaal der Kirche untergebracht. Das war laut Kindergartenleiterin Evi Krempel keine optimale Lösung, weil es keine Nebenräume gab, dafür aber deutlich günstiger, als extra Container zu bauen, wie es anfangs geplant war. Seit Mitte September ist der neue Kindergarten fertig.

„Die Kinder können sich jetzt freier bewegen.“
Evi Krempel, Kindergartenleiterin

Zur Einweihung war Regionalbischof Christian Schmidt gekommen. Er stellte in der Kirche Martin in den Mittelpunkt und bezog sich dabei einerseits auf Martin Luther, der am 10. November geboren worden war, also am Datum der Einweihung. Andererseits spannte er den Bogen zu St. Martin als Synonym fürs Teilen. Die „Maxis“ bekamen viel Beifall für das Lied „Komm, bau ein Haus, das uns beschützt“.

Schmidt segnete den neuen Kindergarten, nachdem die Kinder ein Lied gesungen hatten, und stellte ihn unter den Schutz Gottes. In den neuen Räumen fand auch die Schlüsselübergabe statt. Architekt Wiener überreichte zusammen mit seinem Projektleiter Gernot Meyer eine Arche Noah aus Holz als Zeichen des Neubeginns. Er beschrieb, wie ihn das Projekt vor die Herausforderung gestellt habe, sich in die Kinder hineinzuversetzen. Ihn habe gefreut, dass die Kinder das durch die großen Fenster ermöglichte „Baggerkino“ so begeisterte.

Kindergartenleiterin Krempel ist „unglaublich zufrieden“ mit den neuen Räumlichkeiten. Sie seien viel wärmer und heller und die Kinder „haben mehr Platz und können sich freier bewegen“. Sie würdigte die Leistungen aller Beteiligten, angefangen bei den Entscheidungsträgern über die Planer bis zu den Handwerkern. Eltern und Kirchenvorstände hatten sich mit Eigenleistungen eingebracht, beispielsweise beim Ausräumen und Rückbau des alten Kindergartens. Die Kinder hätten alles interessiert mitverfolgt und staunten nicht schlecht, dass eine Baggerfahrerin den alten Kindergarten abriss.

Bürgermeister Paul Kruck versicherte, dass der Weg zwar steinig war, aber „das Warten und Kämpfen sich gelohnt hat“.

Als Abschluss bekam jedes Kind einen Luftballon, den es im Garten steigen lassen durfte und man konnte sich am Kuchenbüfett bedienen.

Evangelischer Kindergarten St. Johannis

Veranschlagt ist der Neubau des evangelischen Kindergartens mit 1,38 Millionen Euro. Diese teilen sich die Kirche, die Stadt und der Freistaat Bayern. Bei gut 380 000 Euro liegt der Anteil der Stadt und bei rund 740 000 Euro der des Freistaats. Zuvor gab es das alte Kindergartengebäude aus den 1950er Jahren, das im Wesentlichen als Turnsaal genutzt wurde, und aus den 1970er Jahren den Gebäudeteil, in dem die beiden Gruppen untergebracht waren.

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