Wiesthal

Neuer Standort verspricht Einhaltung der Rettungsfrist

Der neue Rettungsdienststellplatz an der Firma Wenzel in Wiesthal.  Foto: Helena Karl

Einen neuen Rettungsdienststellplatz hat der Kreisverband Main-Spessart des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) am Dienstagnachmittag in Betrieb genommen. Der Standort liegt auf dem Gelände der Firma Wenzel Präzision GmbH.

Laut BRK wurde bereits 2015 nach GPS-Testfahrten festgestellt, dass die Rettungsfrist von rund zwölf Minuten von den bisherigen Rettungswachen nicht überall eingehalten werden konnte. Zur Verbesserung der rettungsdienstlichen Versorgung in den Spessartgemeinden im Raum Lohr sei ein neuer Standort notwendig gewesen. Das zuständige Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM) hatte im März 2016 den Standort Wiesthal vorgeschlagen.

Bisher bei Feuerwehr zu Gast

Bereits zuvor hat Rettungsdienstleiter Marco Ullrich das Gespräch mit der Firma Wenzel gesucht, da das dortige Gelände nach Routingdaten als sinnvoll erachtet worden ist.

Auf Anfrage des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralamierung Würzburg (ZRF) wurde ein neuer Stellplatz im September 2016 vom BRK übergangsweise im Feuerwehrhaus Wiesthal in Probebetrieb genommen. Laut BRK sind die Einsatzzahlen an diesem Standort seither stetig gestiegen. 2016 waren es 197 Einsätze, im Jahr 2018 bereits 726. Ende Dezember ist der Rettungsdienst vom Feuerwehrhaus in die neue Unterkunft bei der Firma Wenzel gezogen. Bei der Indienststellung am Dienstag richten sich der Kreisgeschäftsführer des BRK, Thomas Schlott, und der Vorsitzende des BRK-Kreisverbandes, Eberhard Sinner, dankend an die Verantwortlichen der Firma Wenzel für das Interesse am Stellplatz.

In ihrer Ansprache zeigt sich Geschäftsführerin Heike Wenzel erfreut über das Gelingen des Vorhabens. Sie bezeichnet es als zweischneidiges Schwert aus Sicht des Marketings für das Unternehmen. Einen Rettungsdienst habe das Unternehmen angesichts der fehlenden ernstzunehmenden Ar-beitsunfälle nicht gebraucht. Es sei jedoch eine Investition in die Infrastruktur der Umgebung.

Der stellvertretende Landrat Harald Schneider lobte die unbürokratische Zusammenarbeit des BRK mit der Feuerwehr Wiesthal. Paul Justice, Geschäftsführung des ZRF, thematisierte in seiner Ansprache die steigenden Einsatzzahlen. Es sei bundesweite Tendenz, dass der Rettungsdienst nicht mehr ausschließlich in Notfällen gerufen wird. Dies ist laut Eberhard Sinner im Landkreis nicht der Fall.

Wiesthals Bürgermeister Andreas Zuschlag betonte, dass der neue Stellplatz der umliegenden Bevölkerung dennoch ein Gefühl von Sicherheit gebe.

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