Retzbach

Neues Baugebiet für das Retzbacher Wohngebiet "Klinge"

Im großen Bogen wird eine Straße durch das künftige Retzbacher Wohngebiet "Klinge" führen und gleichzeitig die Jahn- und die Vinzenz-Schüpfer-Straße miteinander verbinden. Bei der Umwandlung des ökologisch wertvollen Bereichs in ein Baugebiet werden außerdem Grünfinger erhalten. Neben der grundsätzlichen Gestaltung legte der Gemeinderat auch zahlreiche Vorgaben des Bebauungsplanes fest Sie zielen unter anderem darauf ab, sehr hohe Häuser und das Abgraben von bergseitigen Grundstücken zu ebenen Flächen zu vermeiden.

Wie Tobias Schneider vom Ingenieurbüro Arz bei der Vorstellung des Entwurfes erklärte, wurde der grundsätzliche Vorschlag des Altortsanierungsarchitekten Rainer Tropp, das nur zwei nicht verbundene Stichstraßen ins Baugebiet führen sollten, verworfen. Für die vorgeschlagene Straßenführung muss eventuell ein Bildstock (Kreuzschlepper) versetzt werden. Nicht geplant ist aber weiterhin eine direkte Anbindung an die Staatsstraße.

Höhenbeschränkung festgelegt

Zur Höhe der künftigen Häuser beschloss der Zellinger Gemeinderat nicht die erlaubte Anzahl von Vollgeschossen sondern legte fest, dass der höchste Punkt des Hausdaches 9,5 Meter über der Straßenoberkante liegen muss. Die Hauswand (bis zur Dachunterkante darf bei talseitigen Häusern 4,5 Meter hoch sein, bei bergseitigen sechs Meter. Abgrabungen werden sind nur einen Meter tief erlaubt, Aufschüttungen zwei Meter hoch. Neben Satteldächern sind auch Flachdächer und flachgeneigte Dächer erlaubt, diese sollen aber extensiv begrünt werden. Die Hauptgebäude müssen mit Dachziegeln oder -steinen in klassischen Farben (Tonrot, Rotbraun, Anthrazit) gedeckt werden, auf Nebengebäuden wird auch Blech oder Schiefer erlaubt. Für Fassaden und Wände sind grelle Farben und glänzende Flächen nicht erlaubt.

Grundsätzlich empfohlen werden Regenwassersammlung oder -versickerung. Ähnlich wie bei der geplanten Gewerbegebietserweiterung in Retzbach erklärte der Ingenieur auch für das Wohngebiet "Klinge", dass eine Trennkanalisation sinnvoll ist. Das zusätzliche Schmutzwasser können die vorhandenen Kanäle problemlos aufnehmen, zusätzliches Regenwasser aber nicht.

Solaranlagen werden erlaubt

Solaranlagen wird der Bebauungsplan eindeutig erlauben. Auf Satteldächern parallel zur Dachhaut oder als im Dach liegende Module, auf Flachdächern auch mit Aufständerung.

Je Wohneinheit werden die Bauherrn zwei Autoparkplätze bauen müssen. Vor Garagen wird dabei fünf Meter Stelltiefe vorgeschrieben. Diskutiert wurde im Gemeinderat auch, höhere Grundstückeinfriedungen als zwei Meter zu erlauben, eine Mehrheit fand sich dafür aber nicht. Deshalb bleibt es den zwei Metern aus der bayerischen Bauordnung, Maschendrahtzäune sind dabei mir heimischen Gehölzen zu hinterpflanzen. Nicht erlaubt werden Stein- und Kiesgärten, hierzu fiel der Ausdruck "Gärten des Grauens".

Das Ingenieurbüro wird mit den Vorgaben nun den Bebauungsplan erarbeiten, der dann das Aufstellungsverfahren durchläuft.

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