Frammersbach

Neujahrsempfang: Vieles ist ohne Ehrenamtliche undenkbar

Mit der Ehrenmedaille der Marktgemeinde Frammersbach und Urkunden zeichnete Bürgermeister Christian Holzemer (von rechts) Dieter Arnold, Erwin Trostel, Nico Desch, Vivian Wachs, Edmund Mill, Brigitte und Heinrich Breitenbach sowie Norbert Mill aus. Foto: Horst Born

Wiederbelebt hat Frammersbachs Bürgermeister Christian Holzemer den Neujahrsempfang. Dieser fand bis 1999 regelmäßig statt. Danach erfolgte eine Verleihung der Ehrenmedaille nur noch für kommunale Verdienste. Jetzt ging es zurück zum ursprünglichen Gedanken, verstärkt das Ehrenamt zu würdigen. Deshalb überreichte Holzemer vor über 100 Gästen im Pfarrheim acht Personen die Medaillen.

Sie zeigen auf der Vorderseite das Kirchberg-Panorama und das Wappen des Marktes Frammersbach. Auf der Rückseite ist die Widmung "Für besondere Dienste" eingeprägt. Ausgezeichnet wurden acht Personen, die sich besonders für das Gemeinwesen einbringen oder großen sportlichen Erfolg erzielten. Holzemer stellte in seiner Begrüßung den hohen Stellenwert des Ehrenamtes heraus. Viele Bereiche seien ohne das Mitwirken der Bürger gar nicht denkbar.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung durch die Jungmusiker "C-Fix" und ihrer Leiterin Kerstin Schwarzkopf. Diese Musikgruppe gibt es erst seit einem Jahr und es ist erstaunlich, was der Nachwuchs zumeist in Einzelunterricht bereits gelernt hat. Tessa Englert, Siegerin bei "Jugend musiziert", setzte mit dem Akkordeon zum Beispiel mit "Humoreske" einen Glanzpunkt drauf.

Pfarrer kündigt Abschied an

Pfarrer Bernhard Albert kündigte in seiner Grußrede seine Pensionierung an. Den Antrag, hat der Pfarrer, der seit 14 Jahren in der Pfarreiengemeinschaft Effata wirkt, bei der Diözese Würzburg bereits gestellt. Seine Verabschiedung sei für den 19. Juli geplant. Bis dahin möchte er sich weiter engagiert einbringen und meint, seinen Nachfolger zu finden, werde nicht einfach und spannend. Er selbst hat schon seinen Altersruhesitz in einer Wohnung am Lohrer Rexroth-Schlösschen gefunden.

Die acht Geehrten haben sich auf die unterschiedlichste Weise in Frammersbach engagiert. Sie wurden unter engen Kriterien aus 46 Vorschlägen ausgewählt. Die Preisträger bildeten den Facettenreichtum im Ort sehr gut ab, betonte der Bürgermeister. Sie haben außerordentliche sportliche Leistungen im Jahr 2019 erzielt oder sind Menschen, die über Jahrzehnte Gesicht und Stimme eines Vereins oder in der Kirche sind.

Schnell und geschickt im Sport

Als erstes bat der Bürgermeister mit Nico Desch den schnellsten Frammersbacher auf die Bühne. Desch ist ein erfolgreicher Leichtathlet. Seine Stärke ist speziell der 400-Meter-Lauf. Erstmalig blieb er mit 49,99 Sekunden unter der 50-Sekundenmarke. Bei der deutschen Jugendmeisterschaft 2016 erreichte er mit der Staffel das Finale. Auf das Treppchen hat er es im vergangen Jahr mit der Bronzemedaille bei den Bayerischen U23-Meisterschaften geschafft.

Vivian Wachs ist quasi mit dem Motorrad groß geworden. Kaum hatte sie das Laufen gelernt, saß sie schon mit drei Jahren erstmals auf einem Motorrad. Mit Eintritt ins Schulalter stand schon der erste Trialwettkampf an. Im Jahre 2019 hat sie auf Europa verteilt an 26 Veranstaltungen teilgenommen. Lang ist ihre Erfolgsliste, die 2019 mit dem ersten Platz beim "FIM Women´s Trial 2 World Cup" gekrönt wurde. Auch bei der Nordbayerischen ADAC Frauen Trial Meisterschaft holte sie sich den Siegerpokal und wurde Zweite bei der Deutschen Frauen Trialmeisterschaft.

Mister Tennis in Habichsthal

Sichtbare Spuren habe Erwin Trostel im Ortsteil Habichsthal im Vereinssport hinterlassen. Er war 1986 Initiator für die Gründung des Tennisclubs. Über 30 Jahre war er mit Herzblut der Vorsitzende des Vereins und hat das Vereinsheim zu einem beliebten Treffpunkt gemacht. Auch beim Zusammenschluss mit Heigenbrücken als TC Hochspessart war er zwölf Jahre der Vorsitzende und ist dort noch eine treibende Kraft. Trostel unterstützt darüber hinaus die anderen Vereine und hilft Habichsthal schöner zu machen. Sei es das Mühlrad, die Sitzgelegenheit an der Grotte oder Blumenschmuck am Dorfbrunnen.

Eine prägende Figur der Frammersbacher Vereine ist Edmund Mill. Vor zwei Jahren übergab er nach über 30 Jahren das Zepter als Vorsitzender der Faschingsgemeinschaft. In all den Jahren hat er viele Dinge angestoßen und war die treibende Kraft des Vereins, auch wenn er auf Widerstand traf. 1993 war er erstmals Hauptorganisator des nicht mehr wegzudenkenden Frammersbacher großen Festes. Er setzte den Bau der "Narhalla" durch, die alleine für das Training von 80 Kindern und Jugendlichen sowie dem Männerballett enorm wichtig ist.

Still und ehrenamtlich im Hintergrund wirken Brigitte und Heiner Breitenbach. Sie sind seit über drei Jahrzehnten für den TuS aktiv. Als Skihüttenwirte zählen sie zum festen Inventar. Bei allen Veranstaltungen sind sie zuverlässige Helfer bei der Turnabteilung und den Faustballern.

Heiner Breitenbach kümmert sich darüber hinaus noch als Platzwart um die Faustballplätze an der Skihütte. Mit ihrem Engagement ermöglichen sie den regulären Trainings- und Spielbetrieb und sorgen auch noch dafür, dass die Bewirtung funktioniert.

Ewige Zeiten für Kirche aktiv

Im kirchlich-caritativen Bereich bringt sich besonders Dieter Arnold in Habichsthal ein. Und das bereits seit 47 Jahren. Als Schriftführer gehört er dem Pfarrgemeinderat seit 1973 an. Zwei Jahre später übernahm er das Amt als Kirchenpfleger. Ein großes Projekt war die Renovierung der Kirche St, Thekla. Arnold habe über die Jahre mit 26 Pfarrern, Kaplanen und Aushilfspfarrern gearbeitet.

In Frammersbach gehört Norbert Mill seit 31 Jahren der Kirchenverwaltung an. Über die Jahre habe der Kirchenpfleger sich ein umfassendes Finanzwissen angeeignet, was er brauche um die Finanzen der Pfarrei mit Sorgfalt zu führen. Es kommen ein paar Millionen zusammen, die in den drei Jahrzehnten durch seine Kasse gelaufen sind. Es stand die Renovierung der Kirche und auch der Kreuzkapelle an. Besonders gerne kümmert er sich um den Kirchwald.

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