Aura im Sinngrund

Öffentliche Toilette am Dorfplatz Aura soll kommen

Von Anfang an stand bei der Neugestaltung des Sauplatzes in Aura die Frage im Raum, ob nicht die Einrichtung einer öffentlichen Toilette am neuen Feier- und Treffpunkt sinnvoll sei. Mehrfach hatte man im Gemeinderat darüber diskutiert, sich aber dagegen entschieden. Jetzt, ein Jahr nach der Einweihung des Sauplatzes, und nachdem mehrere Veranstaltungen dort abgehalten wurden, stellte Bürgermeister Wolfgang Blum auf Drängen vieler Bürger den Wunsch nach einer Toilette am Sauplatz erneut zur Debatte.

"Der öffentliche Druck ist da", brachte Hans Brasch das Thema unfreiwillig doppeldeutig auf den Punkt. Einige Ratsmitglieder brachten die Beschwerden von Festbesuchern vor, die das Fehlen einer Toilette als großen Makel am neuen Dorfplatz kritisierte. Albrecht Christ berichtete sogar von Wildpinklern, die mangels geeigneter Gelegenheit die Grünanlage benutzten. Trotz noch immer vorhandener Bedenken einzelner Ratsmitglieder bezüglich der Erstellungs- und vor allem Unterhaltskosten hat sich die Tendenz im Ratsgremium nun "Pro" Toilette gedreht und Bürgermeister Blum wird entsprechende Angebote einholen.

Projekt Mühlstraße rund 1,5 Millionen Euro teuer

Einstimmig verabschiedete der Rat die Planung zum ersten Bauabschnitt des Ausbaus der Mühlstraße. Die Ingenieure Sina Schmelz und Peter Kränzlein vom Planungsbüro Auktor GmbH Würzburg hatten dem Gremium zuvor die Planung dargelegt. Demnach ist ein durchgängiger Gehweg von einem Meter Breite vorgesehen, die Fahrbeinbreite wird sich zwischen 3,25 und 3,75 Metern bewegen. Die Planung der Uferbebauung der Aura, die am Ende des ersten Bauabschnitts einem 90-Grad-Winkel folgt, wird auf Drängen von Hilmar Wirthmann, der vor der Gefahr von Wasserschlag in dieser Knickstelle warnte, vorgezogen.

Das Gesamtprojekt Mühlstraße umfasst den Kanal- und Straßenneubau auf einer Länge von 800 Metern und wird rund 1,5 Millionen Euro teuer werden. "Die Förderanträge sind gestellt und müssen bis Ende 2021 abgerechnet sein", sagte Bürgermeister Blum und drängte damit die Ingenieure, das Leistungsverzeichnis möglichst bald zu erstellen und damit die Ausschreibungen in die Wege zu leiten. Baubeginn sollte März 2020 sein.

Einstimmigkeit herrschte im Rat auch, als dem Bauantrag von Dieter Dauth auf Errichtung eines Tierheims mit Verwalterwohnung in Deutelbach keine Zustimmung erteilt wurde. Ein fast identisches Ansinnen des Antragstellers wurde vom Rat bereits vor acht Jahren abgelehnt. Damals wie heute ging aus dem Antrag nicht hervor, für welche Tiere das Asyl geschaffen werden soll. Außerdem befindet sich das vorgesehene Gelände in einem Naturschutzgebiet und im nicht erschlossenen Außenbereich. Bürgermeister Blum gab zu Bedenken, dass wohl weder die Trinkwasserkapazitäten als auch das Fassungsvermögen der Kanalisation in Deutelbach für den zusätzlichen Betrieb eines Tierheimes ausreichend seien.

Lecks in den Wasserleitungen gefunden

Ebenfalls einstimmig entschied der Rat, das Regenrückhaltebecken im Baugebiet Struthhöhe mit einem Doppelstabmattenzaun in Höhe von 1,20 Metern zu umgeben. Inklusive Tor kostet die Umzäunung 9740 Euro. Eine Gegenstimme erhielt der Beschluss des Gremiums, zwei Postbriefkästen im Ort zu installieren. Ein Standort wird der Sauplatz sein, der zweite Kasten wird im Grünbereich vor dem Anwesen Staatsstraße 10 angebracht werden.

Bürgermeister Blum berichtete von der erfolgreichen Suche nach Lecks im Auraer Wasserleitungssystem. Zwei behobene Schäden sorgten dafür, so Blum, dass der tägliche Wasserverlust um mehr als 200 Kubikmeter eingedämmt werden konnte. Keine Veränderung brachte eine kurze Debatte um die finanzielle Unterstützung der Kirbburschen und -schicksen durch die Gemeinde.

Dietmar Hoffmann hatte angeregt, den jungen Leuten nach dem Vorbild der Nachbargemeinde Mittelsinn einen finanziellen Zuschuss beispielsweise in Form von Verzehrgutscheinen zur Kirb zu gewähren. Doch er fand keine Unterstützung. Bürgermeister Blum nutzte die Diskussion zu einem Appell an die Ortsvereine, sich ihrerseits wieder sichtbarer um den Erhalt der Traditionen zu kümmern und nicht immer mehr auf die Gemeinde abzuwälzen.

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