Rothenfels

Öl oder Pellets fürs Rothenfelser Rathaus?

Wird das Rathaus nach seiner Sanierung mit Öl oder mit Pellets beheizt? Diese Frage konnte am Dienstagabend nicht geklärt werden. Foto: Susanne Feistle

In der jüngsten Stadtratssitzung am Dienstagabend waren Architekt Karl Gruber von Büro Gruber/Hettiger/Haus aus Karlstadt, Wolfgang Geuder vom Elektroplanungsbüro plan:e aus Uffenheim und Werner Herbert vom gleichnamigen Planungsbüro zu Gast. Sie wollten die erweiterte Planung und Kostenrechnung für die Sanierung des Rathauses vorstellen.  

Die Experten hatten sich im Vorfeld mit Bürgermeister Michael Gram beraten und festgestellt, dass einige wichtige Fragen zur Rathaussanierung noch nicht geklärt sind.

Die Frage nach dem Einbau einer Brandmeldeeinrichtung, einer Sicherheitsbeleuchtung und einer Blitzschutzanlage war schnell geklärt. All dies soll aus Gründen der Sicherheit eingebaut werden – da war sich der Rat einig. Die Kosten dafür betragen rund 66 500 Euro und können noch in die Förderung mit aufgenommen werden, wie Gruber erklärte.

Die Frage nach der Heizung war da durchaus schwieriger. Die Experten empfahlen die bisherige Ölheizung durch eine neue zu ersetzen. Dafür nannten sie auch die Gründe. Eine Gasheizung wäre grundsätzlich möglich, aber man fand keinen geeigneten Platz für den Flüssiggastank. Eine Wärmepumpe bringt nicht die benötigte Leistung für das Gebäude und Pelletsheizungen seien zu störungsanfällig und damit zu wartungsintensiv, da die Heizung nicht durchläuft. Also bleibt nur Öl – so zumindest die Meinung der Fachleute.

Ölheizung noch zeitgemäß?

Damit wollte sich der Rat jedoch nicht abfinden. "Ist denn eine Ölheizung im Jahre 2020 noch zeitgemäß?" , fragte beispielsweise Ralf Hofmann. Zweite Bürgermeisterin Daria Schürmann stellte gleich klar, dass sie einer Ölheizung nicht zustimmen werde. Jörg Merholz hatte schon vorgearbeitet und berichtete von einer Firma, die sehr wohl eine Pelletsheizung einbauen würde.

Herbert machte immer wieder deutlich, dass eine Pelletsheizung zu störungsanfällig ist und somit immer jemand da sein muss, der sich darum kümmert und auch Geuder meinte: "Mir liegt das im Magen mit den Störungen bei Pellets. Da fällt im Winter die Heizung aus und es friert was auf".

Mehrfach kam der Hinweis, dass man doch das jetzt nicht entscheiden müsse. Dem widersprach Gram jedoch deutlich: "Also Leute, wir sind heute mit unseren Fachplanern hier, um eine Entscheidung zu treffen. Wir müssen ja mal die Kosten einreichen, damit Bescheide kommen und es weiter gehen kann".

Und als Jörg Merholz mehrfach einen Fachfirma mit ins Boot holen wollte, schaltete sich auch Gruber wieder ein und meinte: "Glauben Sie nicht, dass wir Fans von Ölheizungen sind, aber wir haben doch Experten da".

Sondersitzung geplant

Es half jedoch nichts – es gab an diesem Abend keine Entscheidung für oder gegen irgendeine Heizung. Daher gibt es jetzt in einer Woche eine Sondersitzung zu dem Thema. Am Ende waren auch die Mehrkosten für die besprochenen Elektroarbeiten und für Heizung/Lüftung/Sanitär von insgesamt rund 200 000 Euro nicht mehr so wichtig und sie wurden nicht weiter hinterfragt, da diese Kosten mit der Variante Öl berechnet waren und die nicht gewünscht wird.

Jetzt werden die Fachplaner noch einmal prüfen, ob nicht doch eine Pelletsheizung möglich ist. Passt der benötigte Tank dann noch in den bisherigen Raum? Wie oft müssen die Pellets nachgeliefert werden und wie hoch sind die Kosten? Oder bleibt es doch bei einer Ölheizung. Das sind nur einige Fragen, die die Planer jetzt bis zur nächsten Sitzung am 3. Dezember um 18.30 Uhr klären müssen. Ob die endgültige Entscheidung da dann fällt, bleibt abzuwarten.

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