GEMÜNDEN/DUIVEN

Offen, gesellig, unkompliziert: Pfadfinder besuchen Duiven

Freundschaft: Pfadfinder aus Gemünden besuchten die Scouts in Duiven. Foto: Herbert Hausmann

Es sind nicht die Politiker, sondern die Menschen, die die Regionen in Europa zusammenrücken lassen. Ein wichtiger Baustein sind dabei zweifellos die zahlreichen Partnerschaften der Gemeinden, wie sie auch schon seit bald 25 Jahren die niederländische Stadt Duiven und Gemünden am Main verbinden. Mit dabei sind seit dem Wochenende auch die Pfadfinder aus Adelsberg und Wernfeld, die dem Stamm in Duiven einen ersten Besuch abgestattet haben.

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Pfadfindertreffen

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„Welkom bij Duiven – ich bin Kees Keet, der Chef von den Pfadfindern hier.“ Auf dem Gelände direkt neben dem „'t Molennest“, dem schmucken Vereinsheim der „Scouting Groessen“, haben sich ein knappes Dutzend Pfadfinder aus der niederländischen Stadt zur Begrüßung der Gäste eingefunden. Mit dabei auch zwei Mitglieder aus dem „Jumelage-Comité“, dem Verein zur Pflege der Städtepartnerschaft mit Gemünden.

Elf Gemündener Pfadfinder sind zusammen mit ihrem Feldmeister, Pfarrer Berthold Grönert, sowie drei weiteren Erwachsenen in die Stadt nahe Arnheim in der Provinz Gelderland gereist. Eine Nacht bleiben sie und fahren dann weiter in die Normandie, wo sie fast zwei Wochen in einem Lager in der Normannischen Schweiz verbringen.

Noch etwas zögerlich sind die ersten „Annäherungsversuche“ in Duiven, wobei die Initiative meist von den Gastgebern ausgeht. Sprachliche Hürden gibt es kaum, denn hier, zehn Kilometer hinter der deutsch-niederländischen Grenze, sprechen viele Bewohner gut deutsch. Besonders die Mitglieder aus dem Partnerschaftskomitee stellen einmal mehr unter Beweis, was den Niederländern nachgesagt wird: dass sie ein offenes, geselliges, fröhliches und unkompliziertes Volk sind.

Sie fragen und plaudern, stellen sich, ihre Stadt und das Pfadfinderheim vor, das komplett von der Kommune, dem Verein und einigen Sponsoren bezahlt worden ist. Ein hübscher Klinkerbau mit Gruppenräumen, Aufenthaltsraum, Lager und einem großen Gemeinschaftsraum. Erst vor wenigen Wochen ist der gepflasterte Grillplatz mit Feuerstelle fertig geworden, erzählt Kees Keet. Der Grillplatz wird auch gleich in Beschlag genommen. Über dem offenen Feuer erhitzten die Pfadfinder aus Adelsberg und Wernfeld Wasser für die mitgebrachten Weißwürste, zu denen sie ihre Gastgeber einladen. Beim gemeinsamen Essen kommt man sich schnell näher. Noch mehr bei den anschließenden Gruppenspielen auf einer Wiese.

Saßen sich die Pfadfinder aus Duiven und die aus Adelsberg und Wernfeld beim Weißwurstessen um das Lagerfeuer noch sauber getrennt gegenüber, so änderte sich dies im Laufe des Abends. Mit gemeinsamen Liedern aus dem Pfadfinder-Liederbuch bei Gitarrenbegleitung, dazu Geschichten von Reisen und Unternehmungen der einzelnen Stämme ergab sich schnell ein kameradschaftliches Miteinander. Gemeinsam nahmen niederländische und deutsche Pfadfinder kurz vor Mitternacht auch die traditionelle Flaggenparade mit Ehrenbezeugung vor dem Pfadfinderheim vor. Ein Gegenbesuch in Gemünden ist bereits verabredet.

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