Karlstadt

Offenes Denkmal: Einmalige Einblicke in Café Denkmal und Museum

Am kommenden Sonntag lässt sich in Führungen die Entstehung des Museums in der Hauptstraße 9 beobachten. Das Café Denkmal lädt zum Jubiläum zu Besichtigungen ein.
Die Baustelle Hauptstraße 9 verrät viel über die Entstehung des Gebäudes. Zum Tag des offenen Denkmals finden Führungen statt. Foto: Silja Wiener

"Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur" ist das Motto des bundesweiten Tags des offenen Denkmals am kommenden Sonntag, 8. September. Karlstadt wird dabei vielleicht zum ersten Mal ein "Baudenkmal von nationaler Bedeutung" präsentieren: Von 11 bis 16 Uhr führt Architektin Silja Wiener zu jeder vollen Stunde durch das Gebäude Hauptstraße 9/11. Ihr Vater Alfred Wiener bietet von 12 bis 16 Uhr zu jeder vollen Stunde Führungen durchs Café Denkmal an.

"Das Café wurde am Tag des offenen Denkmals vor fünf Jahren eröffnet", erklärt Alfred Wiener. Zum Jubiläum spielt das Duo "famos." und Wiener erläutert die Historie des Handelshauses von 1576, das Bauteile aus sieben Jahrhunderten enthält. Er gewährt auch einen Blick ins Treppenhaus und die Ferienwohnungen. Eine davon enthält den ältesten je in Karlstadt gefundenen Holzbalken aus dem Jahr 1309. 

Wohl letzte Möglichkeit der Besichtigung des Museums vor der Eröffnung

Im Mittelpunkt stehen aber die Einblicke in das im Umbau befindliche Gebäude in der Hauptstraße 9.  Die Besuchergruppen werden durchs Erdgeschoss geführt mit Blick auf den freigelegten Untergrund, der die geschichtliche Entwicklung des Gebäudes erkennen lässt. "Das wird so nie mehr zu sehen sein", erklärt Wiener. "Wahrscheinlich kommt die Öffentlichkeit bis zur Eröffnung nicht mehr ins Innere." Die Sanierung des festungsartigen Gebäudekomplexes, der aus dem Jahr 1376 und dessen Fachwerküberbau von 1531 datiert ist und in dessen Inneren sich Wandmalereien mit Sinnsprüchen von 1563 befinden, ist ein Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

In Schautafeln werden die Planungen für die oberen Stockwerke gezeigt. "Im Grunde ist das erstmals ein virtueller Gang durch das künftige Museum", verspricht der Architekt. Auch Ausstellungsstücke der künftigen Abteilung "Zeitbrüche", zusammengestellt von Jürgen Lenssen, werden zum ersten Mal den Bürgern gezeigt.   

Im Jahr 2008 kamen rund 1000 Besucher zum Tag des offenen Denkmals in die Hauptstraße 9. Die Wieners sind gespannt, wie groß das Interesse in diesem Jahr sein wird. 

Dieses Bild von Michael Fräger (Ausschnitt) wird in Zukunft im Museum Hauptstraße 9/11 zu sehen. Foto: Silja Wiener

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