Hafenlohr

Ohne Vereine wäre die Gemeinde ein Stück ärmer

Ehrung durch den VfB für langjährige Mitglieder: (von links) Rainer Obmann, Edgar Ritter, Werner Klier, Franz Duchek und Katja Wagner-König Foto: Susanne Feistle

Zum traditionellen Jahrtag der Vereine begrüßte Rainer Fischer, zweiter Vorsitzender der Soldaten- und Bürgerkameradschaft, mit den Worten: "Dieser Tag bietet die Möglichkeit, abseits vom Tagesgeschäft einen Rückblick und eine Vorschau zu halten". Nach dem Gottesdienst, der von Domkapitular Clemens Bieber aus Würzburg gehalten wurde, taten das dann viele Vereine auch.

Ludwig Hiemer dankte im Namen der Soldaten- und Bürgerkameradschaft den eifrigen Sammlern für die stolze Summe von 1572 Euro und verkündete, dass die Gedenkfeier am Volkstrauertag künftig im Wechsel zwischen Hafenlohr und Windheim stattfinden werde. In diesem Jahr würden zum 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkrieges, die Namen der Gefallenen Soldaten beider Ortsteile am Kriegerdenkmal verlesen.

Zu 41 Einsätzen wurde die Feuerwehr gerufen, berichtete Vorsitzende Caroline Pietzarka. Besonders lobte sie die Feuerwehrjugend, die unter dem Jugendwart Daniel Slusarek und seiner Stellvertreterin Leonie-Sophie Fetzer sehr erfolgreich sei und auch die Kinderfeuerwehr, die unter der Leitung von Alexander Greß und Jonas Fetzer steht, trage erste Früchte. Im Anschluss ehrte sie Erich Frint für 50 Jahre Mitgliedschaft.

Mit neuem Liedgut möchte Manuela Schwab, Vorsitzende des Gesangvereins neue Mitglieder gewinnen. "Der Altersdurchschnitt der 32 aktiven Sängerinnen und Sänger beträgt 70 Jahre. Es wird damit zunehmend schwieriger , größere Konzerte, wie das Weihnachtskonzert auf die Bühne zu stellen". Da die langjährigen passiven Mitglieder Franz-Josef Grasmann (25 Jahre Mitglied), Franz Väth (50 Jahre Mitglied) und Josef Bilz (65 Jahre Mitglied) nicht anwesend waren, wird die Ehrung nachgeholt.

Bürgermeister Thorsten Schwab (rechts) freute sich über die Ehrung von Erich Frint (zweiter von links) durch Caroline Pietzarka und Stefan Fetzer von der Feuerwehr. Foto: Susanne Feistle

Turnhalle nicht nutzbar

Da die Turnhalle seit Mitte des Jahres nicht mehr genutzt werden kann, fanden manche Aktivitäten des VfB Hafenlohr unter erschwerten Bedingungen statt, berichtete Vorstandsmitglied Katja Wagner-König. Manche Kurse fanden am Sportgelände oder im Pfarrheim statt, aber auch die Nutzung der Bürgerhäuser sei jetzt möglich. Der Verein zählt im Moment 587 Mitglieder, davon sind 155 Jugendliche. Die größten Veranstaltungen im vergangenen Jahr waren der "Feuerzauber" und das 2. Hafenlohrer Sportcamp. Gemeinsam mit Vorstandsmitglied Rainer Obmann ehrte sie langjährige Mitglieder. 50 Jahre im Verein sind Gerhard Ronge und Franz Duchek, für 60 Jahre wurde Siegbert Müller geehrt und bereits seit 70 Jahre halten Georg Wilfling, Edgar Ritter und Werner Klier dem Verein die Treue.

Neben einer Meisterschaft, musste der Tennisclub mehrere Abstiege hinnehmen. "Mit denen war aber durchaus zu rechnen, nachdem es im letzten Jahr einige Aufstiege gab", meinte Norbert Glücker vom Tennisclub. Mit der Gesamtsituation zeigte er sich zufrieden. Der Verein zählt aktuell 157 Mitglieder, darunter 33 Kinder und Jugendliche.

Renovierung des Backhauses

100 Mitglieder hat der Kultur- und Brauchtumsverein, erzählte Thomas Lermann. Im vergangenen Jahr kümmerten sie sich hauptsächlich um die Renovierung der Wurstküche und des Backhauses. Für das laufende Jahr sei ein "Tag der offenen Tür" und ein Preisschafkopf geplant. Außerdem sei man auf der Suche nach Schafkopflehrern, die der Jugend dieses Spiel beibringen könnten.

Oliver Bauer überreichte Leo Fischer die silberne Anerkennungsplakette für die Soldaten- und Bürgerkameradschaft Foto: Susanne Feistle

"Es war für das THW ein ereignisreiches Jahr, indem wir 26 701 Stunden leisteten", meinte der THW-Ortsbeauftrage Timo Hennig. Darunter waren 50 Einstätze, 246 Ausbildungsveranstaltungen und 74 Jugendtermine. Als einen Einsatz der besonderen Art, nannte er die BR-Radltour in Marktheidenfeld, bei der sie die Veranstaltungsfläche ausleuchteten und mit fünf großen Stromerzeugern die elektrische Versorgung des Events übernommen hatten. Das neue Jahr begann mit einem Einsatz im Katastrophengebiet rund um Berchtesgaden ebenfalls wieder einsatzintensiv. "Den Helfern im Schneeeinsatz gebührt mein höchster Respekt".

Besuch in Frankreich

Vom Besuch in Pont d`Quilly, berichtete Jacques Dumas vom Partnerschaftskomitee. Diese Reise hätte aufgrund mangelnder Teilnehmerzahl fast nicht stattgefunden. Erst als Dumas die geplante Champagnerprobe in der Nähe von Reims mit Übernachtung strich, hätten sich genügend Mitfahrer gefunden und es sei ein erfolgreicher Besuch geworden.

Am Ende ging es nochmal zurück zum Ausrichter des Abends, dem eine überraschende Ehre zu Teil wurde. Oliver Bauer überreichte im Namen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der Soldaten und Bürgerkameradschaft die silberne Anerkennungsplakette, die der erste Vorsitzende Leo Fischer dankend entgegen nahm.

Am Ende dankte Bürgermeister Thorsten Schwab, allen Beteiligten für die "traditionelle Veranstaltung", die es nicht in jeder Gemeinde gebe: "Die Gemeinde wäre ohne Vereine ein ganzes Stück ärmer". Dann lud er noch zum Neubürgerempfang am 27. Januar ein, bevor die Gesellschaft gemeinsam mit der Windheimer Hafenlohrtalkapelle zum gemütlichen Teil überging.

Bürgermeister Thorsten Schwab: "Ohne Vereine wäre die Gemeinde ein Stück ärmer" Foto: Susanne Feistle

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