Heßlar

Parteinotiz: B 26n nahm breiten Raum ein

Die vierte Wahlveranstaltung der Grünen fand in Heßlar statt. Auf dem Foto vorne rechts stehend: Christian Baier, Kreisrat und Landratskandidat. Foto: Anja Baier

In Heßlar waren die Karschter Grünen bei ihrer vierten Wahlversammlung vor Ort. Diesmal waren elf Stadtratskandidaten, Bürgermeisterkandidat Armin Beck und Landratskandidat Christin Baier vor Ort und stellten sich und ihr Programm vor. Über 40 interessierte Bürger waren gekommen.

Christan Baier äußerte sich zur demografischen Entwicklung. „Wir werden immer gesund älter, das ist erst einmal eine gute Nachricht für mich als 60-jährigen, der als einer der ersten Generationen der Babyboomer altert.“ Allerdings stelle dies Tatsache auch das Sozial- und Gesundheitssystem vor große Herausforderungen.Der Landkreis habe sich mit einem seniorenpolitischen Konzept bereits 2011 auf den Weg gemacht, um die Infrastruktur zu verbessern, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen. Baier will aber dabei keinesfalls die Belange der nachfolgenden Generationen vernachlässigen.

Naturgemäß nahm gerade im stark von den Planungen zur B 26n betroffenen Heßlar die Straße breiten Raum in der Diskussion und den Redebeiträgen ein. Die Trasse führt nur etwa 500 Meter an der Wohnbebauung vorbei. Armin Beck rief dazu auf, die Baumaßnahme zu überdenken. „In naher Zukunft wird angesichts der Klimakrise in Berlin oder auch München der rote Notausknopf gedrückt. Wir müssen verhindern, dass dann der erste Abschnitt bis Müdesheim schon gebaut ist." Denn durch die "Umgehung Arnstein" entstehe sonst auf Dauer erheblicher Mehrverkehr, besonders im Werntal.

Er machte keinen Hehl daraus, dass der ländliche Raum auch zukünftig auf das Auto angewiesen sein wird. Dennoch müsse es durch Angebote, wie zum Beispiel den „Bürgerbus“ gelingen, mit weniger Autos auszukommen.  Es sei bei einzelnen Ortschaften durchaus auch eine Umgehung denk- und machbar. Für die Ortsdurchfahrten im Werntal sieht er als Sofortmaßnahmen Geschwindigkeitsbegrenzungen und Beschränkungen für den Lkw-Verkehr über Tonnagenenbegrenzung und Durchfahrtsverbote für den Durchgangsverkehr.

Auch der Austausch der Straßendecke durch Flüsterasphalt und das Heben von Kanaldeckeln könne wesentlich zur Lärmminderung für die Anwohner beitragen. Den Heßlarern konnte er leider keine Hoffnung auf eine wesentliche Verschiebung der Trasse machen.

Das hätten Vertreter des staatlichen Bauamtes deutlich gemacht. Es gelte erst mal, grundsätzlich den Beginn des ersten Bauabschnitts zu verhindern. Auf Nachfrage aus dem Publikum, ob die Straße denn überhaupt noch zu verhindern sei, gab Beck sich zuversichtlich. Er betonte, dass der Widerstand gegen die B 26n sein Alleinstellungsmerkmal sei.

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