Gemünden

"Paw Patrol": Kindertheater Konfetti gastierte in Gemünden

Figurentheater Konfetti im Foyer der Scherenberghalle.
Figurentheater Konfetti im Foyer der Scherenberghalle. Foto: Jennifer Weidle

Das Foyer der Scherenberghalle war am Freitag zum Bersten voll. Das Figurentheater Konfetti zeigte das Kinderstück "Paw Patrol". Die vorhandenen Stühle mussten gerückt und ergänzt werden, einige Kinder setzen sich auf den Boden vor der Bühne oder die Tische am Rand.

"Man muss mit der Zeit gehen", sagt Betreiber und Puppenspieler Stefan Janz. Es gebe viel Konkurrenz. Früher habe er hauptsächlich Klassiker gespielt – Kasperletheater und Märchen, die jeder kenne. Doch: "Die Kinder wollen auch mal neue Sachen sehen." Das Stück Paw Patrol ist angelehnt an eine Zeichentrickserie im Fernsehen. Den Titelsong können viele Kinder – und auch Eltern – mitsingen. Paw Patrol, die Pfoten-Patrouille bestehend aus Hunden, löst Kriminalfälle und hilft.

Wer hat die Krone geklaut?

Das gewaltfreie Stück spielt auf einer Insel, auf der ein Schatz liegt. Ein Affe entwendet die wertvolle Krone und die Hunde müssen mit dem Affenboss verhandeln, um diese wiederzubekommen. Am Ende wird Obst gegen Metall getauscht und alle sind zufrieden.  "Aber die Krone fehlt", sagt die fünfjährige Melany enttäuscht, als der Vorhang fällt. Sie hätte  erwartet, dass die Hunde die wieder erlangte Krone zeigen. An der Stelle war das Stück nicht ganz schlüssig. Die Pausen mit Musik und Umbau waren relativ lang und laut. Es wurde viel gesprochen, die Figuren waren teilweise aber nicht oder schlecht zu sehen.

Katharina Marczok aus Langenprozelten besucht mit ihren Töchtern immer wieder gerne die angebotenen Veranstaltungen. "Wir schauen auch zusammen Fernsehen." Aber Theater sei für die Kinder doch etwas ganz anderes, ein bisschen Kultur. "Sie erzählen immer noch wochenlang davon." Den Eintrittspreis von acht Euro und drei Euro für eine Tüte Penny-Popcorn findet sie dann aber doch recht happig.

Theaterbetreiber stammt aus Schollbrunn

"Man muss aufpassen, dass man die Leute nicht übersättigt", sagt Stefan Janz. Er findet, dass es zu viele Kindertheater gebe. Es werde zu oft an einem Ort gebucht. "Wenn eine Familie mit drei Kindern kommt, dann kostet das locker 50 Euro. Das machen die Leute nicht so oft. Würde ich auch nicht." In seinen Augen sollten solche Veranstaltungen eine Ausnahme und etwas ganz Besonderes sein.

Wie er trotz Konkurrenz mit seinem Theater bestehen bleibt? "Ich verbringe den Sommer auf der Insel Usedom", meint er. Dort werde er von den Kurverwaltungen für das Kinderprogramm gebucht. Das restliche Jahr ist er bundesweit unterwegs. Im Winter bleibt er der Region rund um den Spessart treu. Er ist in Schollbrunn aufgewachsen und hat hier seinen Freundeskreis.

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