Marktheidenfeld

"Persönliche Gründe": VdK-Vorsitzender Elmar Rüb tritt zurück

Elmar Rüb hat sein Amt als Kreisvorsitzender des Vdk in Main-Spessart niedergelegt. Der Sozialverband spricht von "persönlichen Gründen". Doch was sagt er selbst dazu?
Elmar Rüb hat sein Amt als Kreisvorsitzender des VdK Main-Spessart niedergelegt. Foto: Martin Harth

Personelle Veränderungen sorgen derzeit für Aufsehen beim VdK in Main-Spessart. Wie der Sozialverband auf Nachfrage bestätigt, ist der Vorsitzende der Kreisvorstandschaft, Elmar Rüb, zurückgetreten. Der Rohrbacher übernahm den Posten erst im Jahr 2017, als er sich bei Neuwahlen gegen einen Konkurrenten durchsetzte. Nun habe er dem VdK vergangene Woche in einer Mail mitgeteilt, dass er das Ehrenamt aus persönlichen Gründen niederlegt.

In der VdK-Kreisgeschäftsstelle Main-Spessart bedauert man diesen Schritt. "Ich finde es sehr schade, dass er das Amt ablegt", betonte Kreisgeschäftsführerin Aurica Gruber. Sie habe seine "gute Arbeit" immer sehr geschätzt, durch die er viel geleistet und viel Zeit investiert habe. Zu den Gründen des Rücktritts könne sie selbst nichts sagen, da sie "nichts genaueres" wisse.

Was sagt Elmar Rüb zu seinem Rücktritt?

Elmar Rüb selbst äußerte sich ebenfalls zurückhaltend. "Ich werde kein Statement zu den Hintergründen abgeben", sagte der 62-Jährige auf Nachfrage. Ihm habe seine Position und die Zusammenarbeit mit den Ortsverbänden immer viel Spaß gemacht. Unter dem Motto "Zukunft braucht Menschlichkeit" hätte man gemeinsam viel erreichen können, sagt Rüb, der sich in der Vorruhestandsphase befindet. Mit seinem jetzigen Schritt verabschiedet er sich allerdings nicht gänzlich aus der Arbeit des VdK. "Im Ortsverband Karlstadt werde ich nach wie vor aktiv sein."

Und wie geht es jetzt weiter an der Spitze des Kreisvorstandes? Rübs Posten übernimmt derzeit kommissarisch der stellvertretende Kreisvorsitzende, Günter Blöchinger. Laut Kreisgeschäftsführerin Gruber habe dieser bereits eine Vorstandssitzung am 15. Januar anberaumt. Dort soll besprochen werden, wie es weitergeht. Sollte sich dann niemand finden, der die Nachfolge von Rüb antreten will, müsste es innerhalb von sechs Monaten Neuwahlen geben, erklärt Gruber.

Was ist der Sozialverband VdK?

Der Sozialverband VdK hat bundesweit rund zwei Millionen Mitglieder und ist damit der größte Sozialverband Deutschlands. Er vertritt als gemeinnütziger Verband sozialpolitische Interessen aller Bürgerinnen und Bürger in Deutschland. Der VdK-Kreisverband Main-Spessart unterstützt die ehrenamtlichen Funktionen und Interessen seiner 46 Ortsverbände und der derzeit rund 10 200 Mitglieder. Er unterliegt dem VdK Landesverbande Bayern. Die Abkürzung VdK stand ursprünglich für "Verband der Kriegsbeschädigten". Der Verband wird heute allerdings nicht mehr als solcher bezeichnet, sondern sieht sich als Sozialverband, der für soziale Gerechtigkeit und Gleichstellung in der Gesellschaft kämpft.

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