Burgsinn

Pfarrerin Schlagbauer als offizielle Seelsorgerin installiert

Zahlreiche Ehrengäste und Honoratioren gratulierten zur Installation von Pfarrerin Sabine Schlagbauer der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Burgsinn. Im Bild (von rechts) Pastoralreferent Thorsten Kapperer, Vertrauensmann Norbert Rösch, Bürgermeister Robert Herold, Pfarrerin Sabine Schlagbauer und ihr Lebenspartner Marius Müller, Dekan Till Roth und Landrat Thomas Schiebel.
Zahlreiche Ehrengäste und Honoratioren gratulierten zur Installation von Pfarrerin Sabine Schlagbauer der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Burgsinn. Im Bild (von rechts) Pastoralreferent Thorsten Kapperer, Vertrauensmann Norbert Rösch, Bürgermeister Robert Herold, Pfarrerin Sabine Schlagbauer und ihr Lebenspartner Marius Müller, Dekan Till Roth und Landrat Thomas Schiebel. Foto: Jürgen Gabel

Bei der Installation von Pfarrerin Sabine Schlagbauer als offizielle Seelsorgerin der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Burgsinn durch Dekan Till Roth standen die Offenheit, Ökumene und Bereitschaft zur Zusammenarbeit im Fokus aller Gratulanten. Organist Wolfgang Rausch, der Posaunenchor unter Leitung von Matthias Dobler sowie der ökumenische Singkreis mit Bruno Fridrich hatten den musikalischen Part übernommen.

Dekan Roth machte in der Einführungsansprache in der Dreieinigkeitskirche deutlich, dass er die sympathische junge Frau nach dreijähriger Probezeit als Pfarrerin auf Lebenszeit bestellen und ihr auch die Pfarrersstelle von Burgsinn übertragen darf. Ihm gefalle Schlagbauers frische zupackende Art und schätze die neuen Ideen. Die Dekanatsseniorin Pfarrerin Barbara Weichert (Zeitlofs) verlas die von Landesbischof  Heinrich Bedford-Strohm unterzeichnete Installationsurkunde. Till Roth stellte fest, dass Schlagbauer reiche Erfahrung aus ihrer eigenen Jugendarbeit mitbringe. 

Mit Spannung wurde Schlagbauers erste Predigt als installierte Seelsorgerin Burgsinns erwartet: Martialische Musikklänge tönten aus dem Lautsprecher: die Titelmelodie des Mafiafilms "Der Pate". In dem Film sagte Patrone Don Corleone, "Ich mache ihm ein Angebot, das er nicht ablehnen kann". Und mit dieser Offerte fand die Pfarrerin den Einstieg in die Predigt. So habe der Kirchenvorstand ja zu ihrem Angebot gesagt, als sie versprach, in Burgsinn zu bleiben. Sie warnte aber auch vor oft Angeboten, die sich oft als Mogelpackung herausstellen. Doch Gottes Angebot auf Versöhnen stehe felsenfest, gelte ein ganzes Leben und sei sicher keine Mogelpackung.

Mitglieder des Kirchenvorstands sprachen mit dem katholischen Pastoralreferenten Thorsten Kapperer die Fürbitten. Völlig überwältigt dankte Pfarrerin Schlagbauer abschließend für die musikalischen Beiträge und Organisation der Feier.

Beim anschließenden Empfang im Foyer der Sinngrundhalle, den Vertrauensmann Norbert Rösch moderierte und der ökumenische Singkreis musikalisch gestaltete, meinte Landrat Thomas Schiebel, dass Kirche und Politik nicht weit auseinander seien und dass sich die Kirche zu vielen Themen äußern müsse. Verschmitzt erinnerte MdB Bernd Rützel Dekan Till Roth, dass eine dreijährige Probezeit arbeitsrechtlich nicht angehe. MdL Thorsten Schwab bekannte sich als Katholik, sei jedoch völlig ökumenisch unterwegs. 

"Ich freue mich auf gute Zusammenarbeit", so Thorsten Kapperer. Für ihn sei wichtig, dass Christen aufeinander zugehen und die Ökumene großschreiben. Pfarrerin Weichert freute sich namens des Pfarrkapitels auf das "gute, neue, Energie ausstrahlende Wesen". Robert Herold gratulierte gleich dreifach: Er überbrachte die Glückwünsche des Marktgemeinderates, Vereinsrings und als Bürgermeister. Er attestierte der Pfarrerin den offenen Zugang und gelebte Ökumene. Diese dankte im Gegenzug für die eben beschlossenen Spenden von je 5000 Euro für die beiden Burgsinner Kirchen.

Rienecks Bürgermeister Wolfgang Küber dankte für eine bislang ausgezeichnete Zusammenarbeit und lobte Schlagbauer für ihr Zupacken bei kritischen Angelegenheiten. Nachbarpfarrer Gunnar Zwing gab seiner jungen Pfarrerskollegin den Rat, nicht zu versuchen, eine eierlegende Wollmilchsau zu sein und alle Wünsche zu erfüllen.

Während der Singkreis mit dem "Oh happy day" einen fulminanten Schlusspunkt setzte, überraschte der Kirchenvorstand mit einem Geschenk von lila Gummistiefeln und zwei schwedischen Blumenhühnern, die im Pfarrgarten grasen sollen.

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