Lohr

Polizei in Lohr ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung

Zum Waldbrand am Dienstag zwischen Lohr und Partenstein ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Brandstiftung.
Zum Waldbrand am Dienstag zwischen Lohr und Partenstein ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Brandstiftung. Foto: Horst Born

Wegen des Waldbrands am Dienstagnachmittag im Lohrer Stadtwald ermittelt die Polizei inzwischen wegen fahrlässiger Brandstiftung.

Eine Selbstentzündung hätten die Brandermittler, die inzwischen vor Ort waren, ausgeschlossen, informierte der Lohrer Polizeioberkommissar Klaus Stürmer auf Nachfrage der Redaktion. Die Ermittler hätten den Entstehungsherd genau bestimmt. Dort habe die Sonneneinstrahlung für eine Selbstentzündung nicht gereicht. Eine vorsätzliche Brandstiftung könne man ausschließen.

Eine Verbindung zum Brand eines Hackschnitzelhaufens in Partenstein sieht die Polizei nicht. Bei Hackschnitzeln sei eine Selbstentzündung immer möglich. "Wir haben mehrere Ansätze, die wir verfolgen", erklärte Stürmer. Diesen werde man nachgehen und Zeugen vernehmen.

Polizeihubschrauber waren beim Löschen im Einsatz

Es gebe konkrete Hinweise, dass Langholzfuhrwerke am Brandort unterwegs waren. Jetzt müsse man prüfen, ob das auch stimmt.

Die Feuerwehr war am Dienstag gegen 14 Uhr zu einem Waldbodenbrand im Lohrer Stadtwald in Richtung Partenstein gerufen worden. Über 180 Kräfte waren im Einsatz, um das Feuer zu löschen, das vom starken Wind angefacht wurde. Zwei Polizeihubschrauber brachten mit Wasserbehältern Löschwasser in den Wald.

Am Abend suchten die Einsatzkräfte dann aus der Luft mit einer Wärmebildkamera nach Glutnestern. "Wir haben fünf Stellen lokalisiert und am Boden abgelöscht", berichtet Kreisbrandinspektor Harald Merz am Mittwoch auf Nachfrage. "Das hätte gereicht, damit es nochmals zum Brand gekommen wäre." Um 21.45 Uhr sei dann alles vorbei gewesen und alle Kräfte seien abgerückt, man habe an das Forstamt Lohr übergeben.

Appell zu äußerster Vorsicht im Wald wegen Trockenheit

Knapp ein Hektar Wald sei betroffen, berichtete Stadtforst-Mitarbeiter André Lamontain am Mittwoch nach dem Vermessen der Fläche. Die genaue Schadenshöhe werde noch berechnet, aktuell kümmere man sich um die Meldung an die Versicherungen.

Die natürliche Verjüngung habe es da, wo der Boden gebrannt hat, wohl erwischt. Wie es bei den großen Bäumen aussieht, müsse man im kommenden Vierteljahr sehen. "Die Buchen sind wegen ihrer dünnen Rinde vermutlich betroffen", so Lamontain. Die Eichen hätten bessere Chancen.

Feuerwehr und Polizei appellieren angesichts der aktuellen Trockenheit zu äußerster Vorsicht im Wald. Man dürfe auf keinen Fall im Wald rauchen, so Kreisbrandinspektor Merz. "Wärme und Trockenheit haben in diesem Jahr früh angefangen. Das macht uns zu schaffen."

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