Flörsbachtal

Protest gegen die Rodung der Bäume

Mehr als 30 Mitglieder der örtlichen Bürgerinitiativen fanden sich spontan zu einem stummen Protest ein, als am 7. Oktober um 10 Uhr der erste Harvester in den Wald am Rosskopf rollte, um mit den Rodungsarbeiten für sechs Windkraftanlagen zu beginnen, heißt es in einer Pressemitteilung. Sie stellten sich den Mitarbeitern des Unternehmens Juwi und dem aus dem Hunsrück angeheuerten Harvester mehr als drei Stunden entgegen und blockierten die Waldzufahrt.

Die Juwi-Mitarbeiter waren auf diese Situation nicht vorbereitet. Die Protestteilnehmer verwiesen auf immer noch laufende Gerichtsverfahren, in denen der Genehmigungsbescheid des Regierungspräsidiums für ungültig erklärt werden soll. Auch ein laufendes Eilverfahren vor dem Verwaltungsgerichtshof in Kassel zum Rodungsverbot aus Naturschutzgründen brachte Juwi nicht zum Einlenken.

Erst nach Eintreffen der Polizei und deren Vermittlungsversuche zeigte die Projektleiterin von Juwi eine gewisse Verhandlungsbereitschaft, um dem laufenden Einspruch beim Verwaltungsgerichtshof eine Chance zur Entscheidung zu geben.

Mit der Hoffnung, dem unversehrten Wald noch eine Chance erkämpft zu haben, löste sich die Demonstration auf. Doch wenige Augenblicke fielen die ersten Bäume an den geplanten Anlagen, heißt es in der Mitteilung weiter.

Nach dem Motto "Wir geben noch lange nicht auf" werden sich die Bürgerinitiativen nun weiter durch die gerichtlichen Instanzen kämpfen.

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