Burgsinn

Rathaussturm in Burgsinn: Räten werden die Leviten gelesen

Rathaussturm in Burgsinn mit (von links) Bürgermeister Herold vor der Bütt, die Gemeinderäte Torsten Höfling und Matthias König, die ihm halfen, und Jasmin, die an diesem Abend das Sagen hatte. Foto: Inken Kleibömer

Eine beachtliche Narrenschar hatte sich vor dem Rathaus versammelt, um dabei zu sein, wenn die jungen Narren mit den Sitzungspräsidenten Jasmin Neumann und Marco Scholz das Verwaltungsgebäude stürmen und den großen Schlüsssel von Bürgermeister Robert Herold  wenn nötig mit Gewalt übernehmen. Doch das gesamte Rathaus lag im Dunkeln. Wo waren er und der Gemeinderat? Die mutigen jungen Narren durchsuchten das Rathaus und fanden am Ende direkt auf dem Dachboden die verängstigten Männer und zwei Frauen.

Dem Bürgermeister wurden sofort die Hände gebunden und alle wurden trotz massiver Gegenwehr in den Sitzungsungssaal gezerrt. Am geöffneten Fenster verlas Jasmin eine geharnischte Rede, die sich mit dem Verhalten des Gremiums befasste: Da gab es Einiges zu bemängeln. Ob geplantes Neubaugebiet oder Feuerwehrgebäude, die Unmöglichkeit, dass alle Restaurants montags geschlossen haben, waren Thema. Die Narren übernahmen außer dem wichtigen Schlüssel die Macht bis zum Aschermittwoch in die Hände.

Die Gemeinderäte aber waren gezwungen, den Forderungen des Faschingvereins weiß/blau zu folgen und statt Politik zu machen, nach ihrer Pfeife zu tanzen. Herold musste sogar aus dem Stegreif eine Büttenrede halten.  Er wie auch die zum Tanzen verurteilten machten ihre Sache richtig gut, fanden die Zuschauer. Auch Miss Grawinkel, die heuer besonders „lidschäftig“  unter der Vereinsfahne das närrische Treiben beäugte, war froh, dass ab sofort die fünfte Jahreszeit angesagt war, was mit einem dreimaligen, kräftigen  Burgsinn Helau bestätigt wurde.

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