Rechtenbach

Rechtenbach kommt voran in Sachen Radweg

Vom Bolzplatz bis unterhalb des Anwesen der Familie Kranz soll nun die Radweganbindung verlaufen und mit einer neuen Brücke über den Rechtenbach führen. Foto: Jochen Kümmel

Einen ersten Entwurf für die Radweganbindung nach Lohr hat Bürgermeister Klaus Bartel in der Sitzung des Gemeinderats am Montagabend im Rathaus vorgelegt. Der Gemeinderat macht sich schon längere Zeit Gedanken, wie Radfahrer die vielbefahrene Bundesstraße 26 umfahren können, um gefahrlos auf den Forstweg Richtung Lohr zu gelangen.

Der geplante Streckenverlauf geht jetzt am Bolzplatz über gemeindeeigene Grundstücke zum Anwesen Kranz. Unterhalb des Anwesens soll die Radweganbindung vorbeiführen. L-Steine sollen dort die Hanglage des Wegs ausgleichen, bevor es über eine zwei Meter breite und vier Meter lange Brücke über den Rechtenbach den Hang hoch zum Forstweg Richtung Lohr geht. Gut 540 Quadratmeter müssen geschottert und mit Splitt verdichtet werden.

Beton- oder Holzbrücke?

Das Ufer des Baches muss ebenfalls befestigt werden. Für die Ausführung der Brücke möchte sich das Gremium verschiedene Varianten anbieten lassen. Zur Diskussion stehen eine einfache Betonplatte mit Geländer bis hin zu verschiedenen Holzkonstruktionen.

Als nächster Schritt soll die Genehmigung der Stadt Lohr und des Wasserwirtschaftsamtes eingeholt werden. Anschließend soll ein Bauantrag mit einem detaillierteren Plan beim Bauamt eingereicht werden.

Diese Vorgehensweise war Gemeinderätin Stephanie Durchholz (CSU) zu langwierig: »Ich verstehe das nicht, warum wir das vor August nicht hinbekommen«. Durchholz ging davon aus, dass der Brückenbau bereits lange beim Wasserwirtschaftsamt beantragt wurde.

"Ich kann keine Brücke beantragen, wenn ich keinen Plan habe", zeigte sich Bürgermeister Bartel über den Einwand von Stephanie Durchholz verwundert. "Wir machen schon Monate rum und das eigentliche Ziel war, dass der Weg fertig ist, bevor die Straßensperrung kommt", sagte Durchholz. "Ich bin enttäuscht, dass die Leute das jetzt nicht nutzen können", erklärte Durchholz weiter.

Klaus Bartel wies die Vorwürfe zurück. Der vorgestellte Plan liege, so Bartel erst seit dieser Woche vor. Aktuell Architekten und Baufirmen zu bekommen, ist laut Bartel sehr schwierig.

Gefahrlos über gesperrte B26

"Ich weiß, dass so was nicht schnell geht, das ist ganz normal", warf Gemeinderat Rudi Geist (Freie Wähler) ein. Erstmals hatte das Gremium im Oktober 2018 über die Radwegeanbindung beraten, allerdings noch an einer anderen Stelle mit schwierigerem Geländeschnitt. Die Streckenführung über das Privatgrundstück der Familie Kranz kam erst im Mai 2019 auf den Tisch.

Zur für August geplanten Sperrung der B26 wegen Deckenerneuerung, informierte der Rathaus-Chef, dass Radler von Rechtenbach aus während der Sperrung gefahrlos bis zur Wasserhauskurve fahren können und dann der Waldweg nach Lohr problemlos genutzt werden kann. Auch von Lohr aus wäre Rechtenbach auf diese Weise für Radfahrer erreichbar.

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