Rechtenbach

Rechtenbach will Duldung erzwingen

Mit der Anordnung einer Duldung möchte die Gemeinde Rechtenbach die Talvariante durch das Rechtenbachtal zum Anschluss a... Foto: Jochen Kümmel

Die beste, günstigste sowie wartungsfreundlichste Variante für die Abwasserentsorgung der Gemeinde Rechtenbach ist der Freispiegelkanal durch das Rechtenbachtal zum Anschluss an das Kanalnetz in Lohr. Den aktuellen Stand der Planung und ein Rechenbeispiel, was an Kosten auf die Anwohner zukommt, zeigte Bürgermeister Klaus Bartel bei einer Bürgerversammlung am Donnerstagabend in der Turnhalle vor rund 40 Zuhörern auf.

Beim Freispiegelkanal wird der Höhenunterschied genutzt, das Abwasser läuft ohne jeden Pumpeneinsatz im Gefälle nach Lohr. Die Leitung soll von der Kläranlage Rechtenbach möglichst am Bach entlang verlaufen und schließlich in der Nähe der Wohnanlage Rechtenbachtal an die Lohrer Kanalisation anschließen. Auf Schwierigkeiten stieß die Gemeinde bei den Grundstücksverhandlungen kurz vor Lohr.

Dienstbarkeit durchsetzen

"Wir konnten alle überzeugen, bis auf einen Einzigen", erläutert Bürgermeister das Ergebnis der schwierigen Verhandlungen. Zu wenig war es einem Grundstücksbesitzer, was die Gemeinde für eine sogenannte "Grunddienstbarkeit" und das Verlegen des Abwasserrohrs in seinem Grundstück bot. Auf seine Forderungen wollte und durfte die Gemeinde von Seiten der Rechtsaufsicht aus Gleichbehandlungsgründen nicht eingehen.

Termindruck: Bis Ende 2021

Als weiterer Schritt läuft nun ein Verfahren gegen den Grundstücksbesitzer, dass die Grunddienstbarkeit geduldet werden muss. Wenn das Landratsamt die Duldung anordnet, können vielleicht im Frühjahr 2020 die Bagger anrücken.

Die Gemeinde hat einen gewissen Zeitdruck: Um Fördergelder in Höhe von 700 000 Euro in Anspruch nehmen zu können, muss der Kanalbau bis Ende 2021 fertiggestellt, in Betrieb genommen und abgerechnet sein.

Die Kostenkalkulation liegt laut Bürgermeister Klaus Bartel derzeit bei 2,8 Millionen Euro. Nach Abzug des Straßenentwässerungsanteils und der Förderung bleiben rund 1,4 Millionen Euro übrig, die von den Grundstücksbesitzern finanziert oder auf die Abwassergebühren umgelegt werden müssen.

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