Arnstein

Reichlich zu tun in Arnstein

Eine riesige Fülle an Projekten wird auf die Stadt Arnstein in den nächsten Jahren zukommen, berichtete Bürgermeister Sauer und seine Kämmerin Eva Müller untermauerte dies mit konkreten Zahlen im Finanzplan der Stadt für die Jahre 2020 bis 2022.

Es mangelt in der Tat nicht an Großprojekten: Der Umbau des Rathauses wird über 800 000 Euro kosten, für die Feuerwehren müssen rund 1,7 Millionen Euro bereitgestellt werden und die anstehenden Sanierungen von Mittelschule und Hallenbad werden augenblicklich mit jeweils fünf Millionen Euro veranschlagt. Natürlich werden hierfür öffentliche Mittel und Zuwendungen erwartet.

Eine ähnliche Summe muss wohl auch für die Kindergärten in Büchold, Gänheim (vor Abzug der Zuwendungen) aufgebracht werden. Einen "weiteren Kinderbetreuungsbedarf" von über zwei Millionen Euro sieht der Bürgermeister mittelfristig auch für die Schaffung von Kinderkrippenplätzen in der Großgemeinde, für die jetzt Konzepte und Erhebungen für die Bedarfsnotwendigkeit erstellt werden.

Betrag für Spielplatzsanierung herabgesetzt

Aufgrund der Intervention des Reuchelheimer Stadtrats Bernd Kröner wird zwar kein konkreter Betrag in den Finanzplan der Stadt für 2020 bezüglich der Sanierung des dortigen Spielplatzes aufgenommen, doch wurde im Protokoll festgehalten, dass das diesbezügliche Projekt nach Erstellung eines konkreten Plans im nächsten Jahr umgesetzt wird. Für das zweite Halbjahr 2019 stehen 15 000 Euro zur Verfügung.

Kröner hatte moniert, dass bei der letzten Beratung des Haushaltsplans in seiner Abwesenheit der eigentlich vorgesehene Betrag von 40 000 für den Spielplatz auf 15 000 Euro herabgesetzt wurde. Insbesondere verwies er auf den Beschluss des Stadtrats im Juni vergangenen Jahres, eine Generalsanierung in den nächsten beiden Jahren durchzuführen. Der Reuchelheimer Spielplatz sei seinerzeit komplett in tätiger und finanzieller Eigenleistung gebaut worden und seine besondere Ausführung erfordere eben mehr Geld bei der Sanierung, sagte er. Bürgermeister Franz-Josef-Sauer setzte dagegen, dass bislang kein fertiges Sanierungskonzept vorliege und man deshalb auch über keine konkreten monetären Vorgaben verfüge. Dies werde umgehend nachgeholt und dann umgesetzt.

Zahlreiche Projekte

Weitere Schwerpunkte im Finanzplan bis 2022 sind der Ausbau der Grabenstraße und der Schweinfurter Straße von Arnstein (500 000 Euro), der 2020 beginnen soll, ein Jahr später sollen das Höflein und die Neugasse angegangen werden. Die Kosten dafür werden auf 450 000 Euro geschätzt. Das mögliche Dialekthaus in Büchold könnte rund 2,8 Millionen Euro kosten. Eventuelle Zuwendungen sind noch nicht geklärt. Weiter geht es mit der alten Schule in Müdesheim (925 000), dem alten Rathaus in Halsheim (700 000) und dem Dorfplatz in Gänheim (100 000).

Mehr als zwei Millionen Euro könnten die Ausbauvorhaben bei den Ortsstraßen kosten. Dafür stehen das Gewerbegebiet und die Brühlstraße in Heugrumbach an, die Ebenrother Straße in Reuchelheim, die behindertengerechte Verbesserung in der Goldgasse, die Ortsdurchfahrt von Neubessingen und die Arnsteiner Moritz-von-Hutten-Straße an. Dazu kommen die Brücke in Halsheim mit 500 000 Euro Gesamtkosten sowie der Hochwasserschutz im Kesselgraben.

Für den Grundstücksverkehr für Baugebiete rechnet man in den nächsten vier Jahren mit Investitionen in Höhe von 4,5 Millionen Euro. Wasser- und Abwassermaßnahmen werden sich wohl auf über 3,5 Millionen Euro summieren. Allerdings stehen diesen immensen Ausgaben jeweils auch Einnahmen wie beispielsweise öffentliche Fördermittel gegenüber.

Den Investitionsbedarf für die nächsten drei Jahre sieht die Kämmerin Eva Müller bei 7,7 Millionen, zwölf Millionen und 9,4 Millionen Euro. Das sind wahrhaft große Summen.

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