Rieneck

Rienecker Göikel starten mit Rathaussturm und neuem Prinzenpaar in die Session

Die Rienecker Narren freuen sich nach dem geglückten Rathaussturm auf die kommende närrische Zeit (von links): Sitzungspräsidentin Karin Ullrich, Bürgermeister Wolfgang Küber mit Prinz Markus I., das neue Prinzenpaar Andreas und Manuela Hörnis, und stellvertretender Vorstand Joshua Hörnis, mit Prinz Horst I., vor dem Bürgerzentrum. Foto: Karl-Heinz Wiesenfelder

Mit etwas Verspätung, dafür aber mit großer Beteiligung des närrischen Volks starteten nun auch die Rienecker Göikel am Freitagabend in die Fasenacht 2019/2020. Mit Sitzungspräsidentin Karin Ullrich an der Spitze setzte sich um 19.11 Uhr die Schar der Narren mit Prinzengarde unter dem Takt der Rienecker Musikanten vom Parkplatz in den alten Schulhof in Bewegung und formierte sich dort vor dem Rathaus zur Übernahme der Macht im Städtchen bis Aschermittwoch. "Händigt uns den Schlüssel aus, wir gehen nicht leer nach Haus!", rief die Schar unter dem Chor: "Rathaussturm, Rathaussturm!"

Freudig wurde die Botschaft verkündet, nicht mehr in die Turnhalle wie im vergangenen Jahr, sondern ins renovierte Bürgerzentrum dürfen die Fasenachter zu ihren Prunksitzungen. "Im März stehen ja schließlich Wahlen an, da muss jeder sehen, wie er glänzen kann", so die Sitzungspräsidentin, die das Wort und die Rede führte. Nach immer lauteren Rufen erschien endlich Bürgermeister Wolfgang Küber am Fenster. "Was ist denn da unter für Geschrei und Gewaaf – ihr bringt mich noch um meinen amtlichen Schlaf!"

Mit einer symbolische Kuh unterstrichen die Narren ihre Forderungen, doch das beeindruckte den Stadtoberen zunächst nicht, wie ehemals die alten Grafen: "Wir Rienecker riefen schon zur Mainzer Meute: und dieser Spruch gilt auch noch heute: so wenig die Kuh den Schinken frisst, so wenig das Rathaus Euer ist!" Doch das Narrenvolk wollte nicht weichen, "so kriegt ihr das Rathaus halt befristet!", gab er gerne nach, und übergab Krone und Zepter sowie die leere Stadtkasse an das künftige Prinzenpaar.

Eine echt närrische Familie

"Schaut her auf unser neues Prinzenpaar, das nun begleiten soll die Narrenschar", rief froh die Sitzungspräsidentin dann aus, und stellte das neue Prinzenpaar vor: es ist dies das Ehepaar Manuela vom dunklen Reich die I. und Prinz Andreas vom Schlossberg vorn der I. Mit bürgerlichem Namen heißen sie Hörnis und wohnen im Elternhaus der Familie von Vater Herbert Hörnis am Schlossberg in Rieneck. Manuela stammt aus dem Osten Berlins, wohnte lange in Dresden und spielt gerne Schlagzeug. Und der Prinz ist ein echter Rienecker, er ist der Vater der beiden Vorstände des RFK, Fabian und Joshua: also eine echt närrische Familie.

Mit einer gebührenden Proklamation stimmte das Prinzenpaar auf die kommende Narrenzeit ein, und übernahm vom letztjährigen Prinzenpaar Horst I. und Markus I., den beiden originellen und für Schlagzeilen sorgenden Göikeln des Bürgermeisters, Krone und Zepter. Ganz ruhig ließen die beiden Hähne die Zeremonie über sich ergehen, wohl froh, diese ungewöhnliche Aufgabe endlich loszuwerden.

Zum Abschluss wies Karin Ullrich nochmals auf den Vorverkauf der Karten für die Sitzungen am 25. Januar 2020 und am 1. Februar 2020 im Bürgerzentrum hin: jeweils im Foyer des Rathauses am 24. November und am 15. Dezember von 14 bis 18 Uhr können diese dort erworben werden, es gibt keine Reservierungsmöglichkeiten.

Mit Schunkelrunden und viel Helau durch die Rienecker Musikanten, Glühwein und Bratwürsten wurden die zahlreichen Zuschauer an dem Abend in beste Stimmung versetzt, anschließend war Einkehr im Gasthaus Hanikel angesagt.

Immer wieder mit dabei, und natürlich schon passend kostümiert: eine Gruppe der "Läwer-Weiber"sang und schunkelte kräftig mit. Foto: K-H. Wiesenfelder

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