KARLSTADT

Rudolf Lenhard macht noch einmal weiter

Seit 40 Jahren gibt es den Kegelverein Karlstadt und Umgebung. Von Anfang an ist Rudolf Lenhard erster Vorsitzender und er wurde in der Jahresversammlung ebenso wie der erste Vereinssportwart Dieter Weid wiedergewählt, beide kandierten aber nur mangels Nachfolger erneut.

Gegründet wurde der Kegelverein noch in der legendären Frankenbräu, die ein Jahr zuvor von zwei auf vier Bahnen erweitert hatte. Nach wie vor ist es praktisch ein Dachverein mit derzeit acht Clubs, 211 Mitgliedern und seit 1994 einer eigenen Kegelanlage mit acht Bahnen und Gaststätte. Angesichts des „runden Geburtstags“ blickten in der Jahresversammlung der zweite Vorsitzende Kurt Burkard und die Presswartin Carmen Heinzler auf die Vereinsgeschichte zurück. So wurden noch zu Zeiten der Frankenbräu legendäre Faschingsbälle veranstaltet. Die im Januar 1994 eingeweihte Acht-Bahnen-Anlage war die einzige und modernste weit und breit. Im Jahr 2006 stieg die erste Mannschaft der Bavaria Männer in die erste Bundesliga auf.

Zum Jubiläum gratulierte Franz Riedmann vom Bayerischen Landessportverband. Er hatte auch einen Gutschein für Sportgeräte mitgebracht und sagte zum Vorsitzenden „wir hätten uns keinen besseren wünschen können.“

Vorsitzender Rudolf Lenhard hob in seinem Bericht viele Erfolge des Sportjahre 2017/18 von der Kreisebene bis hin zu einer deutschen Meisterin heraus. Darunter waren zwei Kreismeistertitel, eine unterfränkische Meisterschaft und Jugendkeglerin Luisa Hack wurde Kreis- und Unterfrankenmeisterin, bei den Bayerischen Meisterschaften kam sie auf Platz 14. Bei den Mannschaften sei stellvertretend genannt, dass die Bavaria-Damen den zweiten Platz in der zweiten Bundesliga und die Bavaria-Herren den zweiten Platz der Bayernliga belegten, beide verpassten knapp den Aufstieg. Erfolgreich waren auch die Senioren mit dem zweiten Platz der Seniorinnen A und dem fünften Platz der Seniorinnen jeweils bei der bayerischen Meisterschaft. Der Verein ehrte 27 erfolgreiche Sportler und Sportlerinnen (wir berichteten bereits).

Auf der Kegelbahn fanden über das Training hinaus insgesamt 14 Meisterschafen und Veranstaltungen bis hin zur bayerischen Ebene statt. „Das machten die Vereine hervorragend“, lobte der Vorsitzende. Das funktioniere nur, weil der Verein und die Clubs an einem Strang ziehen.

Das gilt allerdings nicht für die Suche nach einem neuen ersten Vorsitzenden. In zwei Besprechungen mit den Clubs wurde keine Lösung gefunden. „40 Jahre sind eine lange Zeit und irgendwann muss Schluss ein“, sagte Rudolf Lenhard und verlas zudem eine Stellungnahme von Dieter Weid. Diese kündigte an, er werde sich nach zehn Jahren als Sportleiter nicht wieder zur Wiederwahl stellen. Eine Ausnahme sei, falls Rudi Lenhard weitermacht, mit einem anderen Vorstand zur Betreuung der Liegenschaften, dann würde er die Organisation und Durchführung der Meisterschaften auf der Kegelbahn übernehmen. So kam es letztlich auch, wobei in einer Vorstandsitzung noch abgeklärt wird, wer die Liegenschaften betreuen soll.

Die Wahlen ergaben jeweils einstimmig: Erster Vorsitzender Rudolf Lenhard; sein Stellvertreter Kurt Burkard; Rechnungsführerin Sabine Reiss; Rechnungsprüfer Konrad Biener und Melanie Götzelmann; Schriftführerin Karin Römer; erster Vereinsportwart Dieter Weid, zweiter Leon Götz; dritter Mathias Schwarzenbrunner, vierte Kerstin Reiss, fünfter André Endrich (neu); Damenwartin Gabi Wittmann; Pressewartin Carmen Heinzler; erster Vereinsjugendwart Heiko Klein, zweiter Ingo Rosemann, dritter Hugo Weidner.

Rudolf Lenhard ist inzwischen 75 Jahre alt und hat vergangenes Jahr geheiratet. Er sagte, dass er seit zehn Jahren einen Nachfolger sucht, den er einarbeiten kann. Das bezeichnete auch Franz Riedmann als guten Weg. So habe er es damals gemacht und sein Nachfolger habe den Verein 15 Jahre geführt. Sonst würde alle zwei Jahre (bei den Wahlen) die gleiche Frage auftauchen, mit der Gefahr, dass der Verein irgendwann von einem bezahlten Vorstand geführt wird mit entsprechenden Beitragssteigerungen. Derzeit sind es noch die vom Landessportverband geforderten Mindestbeiträge von jährlich 50 Euro für Erwachsene, 25 Euro für Jugendliche, zwölf Euro für Schüler und 20 Euro für passive Mitglieder.

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