LOHR

Rückkehr in den Beruf stärkt Psyche

Auf Einladung von Chefarzt Professor Dominikus Bönsch besuchten die beiden unterfränkischen grünen Bezirksräte Bärbel Imhof (Lohr) und Gerhard Müller (Gerbrunn) die Koordinationsstelle für Arbeitsdiagnostik und berufliche Reintegration (KOARB) im Bezirkskrankenhaus Lohr.

Die Projektleiterin, Tina Gast, betonte, dass Arbeit für viele Menschen mehr als eine rein materielle Sicherung bedeutet. Sie kann sich positiv auf den Selbstwert auswirken, gibt ein Gefühl der sozialen Integration und fördert soziale Kontakte.

Auch zeige die aktuelle Forschung, dass Patienten mit einem Arbeitsplatz weniger häufig wieder stationär aufgenommen werden müssen als Patienten ohne Arbeit. Sogar die bestehenden Symptome der Erkrankung bilden sich bei Patienten, die eine feste Arbeitsstruktur haben, besser zurück.

Bezirksrat Müller, der in seinem Hauptberuf als selbstständiger Neuropsychologe selbst Schädel-Hirn-Verletzte ins Berufsleben zurück begleitet, freute sich über eine Fallsteuerung, die den stationären mit dem ambulanten Bereich verknüpft, was im heutigen Gesundheitswesen trotz erheblicher Ressourcen oft nicht funktioniert.

Er interessierte sich vor allem für die psychologischen und arbeitsdiagnostischen Verfahren zur Einschätzung der aktuellen und perspektivischen Leistungsfähigkeit.

Als langjährige Lohrer Stadträtin und MSP-Kreisrätin freute sich Bärbel Imhof über den Kontakt des KOARB zu mehr als 30 regionalen Firmen, die zusammen mit Tina Gast nach individuellen Lösungen zur Reintegration psychisch-kranker Menschen ins Berufsleben suchen.

„Wir haben alleine 2014 über 600 Menschen in Lohr betreut“, berichtet Professor Bönsch nicht ohne Stolz, obwohl „wir mit einer dauerhaften Überbelegung und aktuell ganz besonders mit der schwierigen Versorgung von Kindern und Jugendlichen zu kämpfen haben“.

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