KARLSTADT

Rund 16 000 Fahrzeuge täglich auf Ortsumgehung Karlburg

Die Bürgerinitiative (BI) Bürger und Kommunen gegen die Westumgehung Würzburg (B 26n) hat ihre Informationsreihe in Karlburg fortgesetzt. Darüber berichtet sie in einer Pressemitteilung.

Der Rohrbacher Reinhard Rauch stellte für Karlstadt und Karlburg anhand von Prognosen des Straßenbauamts dar, dass mit der Zusammenführung der geplanten B 26n auf die B 27 am Flugplatz Karlstadt sich eine der verkehrsreichsten Straßen im Kreis bilden würde – mit täglich circa 14 000 Fahrzeugen auf der Eußenheimer Straße, circa 13 000 auf der Karolingerbrücke und circa 16 000 auf der Ortsumfahrung Karlburg.

In der Diskussion der rund 40 Interessierten wurde gefordert, dass Befürworter und Gegner sich gemeinsam um Verbesserungen für den Raum Karlstadt einsetzen – insbesondere auch im Hinblick auf die prognostizierten starken Verkehrsbelastungen über die Eußenheimer Straße in Richtung Tegut-Kreisel oder zur Karolinger Brücke, die Ortsumfahrung Karlburg und weiter nach Lohr.

Als Karlstadter Stadtrat und stellvertretender BI-Vorsitzender forderte Armin Beck erneut Bürgermeister Paul Kruck auf, die beschlossene Arbeitsgruppe im Stadtrat wie zugesagt noch heuer zu starten. Nur mit viel Engagement könne „das Beste für Karlstadt aus den verfehlten Planungen des Straßenbauamts herausgeholt werden“.

Für den Landkreis Main-Spessart seien einige Argumente für den Bau der B 26n bereits überholt. Die wirtschaftliche Entwicklung sei nicht mit dem Bau der B 26n verknüpft. Faktische Vollbeschäftigung ohne die B 26n würden dies beweisen. Die verbesserte Anbindung von Lohr an die A 3 werde mit den vorhandenen sowie geplanten Ortsumfahrungen in Rodenbach, Rothenfels, Neustadt und Hafenlohr erreicht.

Viel wichtiger für einen Wirtschaftsstandort seien Investitionen in digitale Infrastruktur und der Erhalt von Lebensqualität als Anreiz für den Verbleib oder Zuzug von Fachkräften, betonte Beck.

Gegen die B 26n spreche auch, dass die Argumente für die B 26n zur Entlastung des Verkehrsknotens Würzburg als auch des Biebelrieder Kreuzes bereits überholt seien. Das Verbot für den Lkw-Durchgangsverkehr auf der B 19, der Ausbau des Greinbergknotens und der sechsstreifige Ausbau der A 3 sind bereits realisiert oder im Bau und haben eine Westumfahrung von Würzburg überflüssig gemacht.

Die BI hält ortsnahe Umfahrungen im Werntal weiterhin für die bessere Alternative.

Rückblick

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