Lohr

SPD Lohr beschwert sich über unkorrekt gestellte CSU-Plakate

 In Karlstadt ist das Thema schon durch. Jetzt entflammt in Lohr ein kleiner Zwist wegen Wahlplakaten. Dabei ist die Angelegenheit an sich durch eine Verordnung geregelt.
Ein Stein des Anstoßes: Das großflächige Wahlplakate des CSU-Kandidaten für das Bürgermeisteramt in der Würzburger Straße in Sendelbach, zwischen den beiden Mainbrücken. Foto: Roland Pleier

In Karlstadt gab es jüngst Ärger, weil die Freien Wähler angeblich einen Informationsvorsprung hatten und dadurch die besten Plätze für ihre Wahlplakate belegen konnten. Jetzt zieht Lohr nach: Der SPD ist aufgefallen, dass die CSU mit großflächigen Plakaten für ihren Bürgermeisterkandidaten Dirk Rieb auch an Stellen aufmerksam macht, an denen dies nicht erlaubt ist. Als Beispiele nennt die SPD Bauzaun-Plakate am Ende der Bahnhofstraße in Richtung Lindigsiedlung (Abzweigung Weinbergweg) und an der Würzburger Straße in Sendelbach, zwischen den beiden Mainbrücken. 

Diese beiden Standorte gehören nicht zu jenen sieben Flächen, die die Stadt für solche Zwecke ausgewiesen hat, schreibt Marc Nötscher, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins und fordert die Stadtverwaltung auf, "unverzüglich zu veranlassen, dass diese Großflächenplakate entfernt werden".

Das Großflächen-Wahlplakat am Ende der Bahnhofstraße.  Foto: Roland Pleier

Auch die SPD setzte auf Großflächenplakate, führt er aus. Dafür nutze sie jedoch nur die dafür vorgesehenen städtischen Flächen. Der weitgehende Verzicht auf weitere Plakatierungen sei eine Reaktion auf eine Stadtratsdiskussion zu diesem Thema. "Wir sehen darin einen Beitrag, das Ortsbild vor der immensen Plakatierungsflut zu entlasten", so Nötscher in seinem Schreiben an die Stadt. Auch die Mitbewerber mögen sich an die städtischen Regularien halten.

Die Stadt überprüfe die Standorte und klärte die jeweiligen Eigentumsverhältnisse.

Was Privatflächen angehe, so Hauptamtsleiter Dieter Daus, müssten die Parteien sich an den jeweiligen Eigentümer wenden – seien es Privatpersonen, Firmen, Vereine oder auch die Stadt. Die Stadt aber erteile keine Plakatierungsgenehmigungen für ihre Privatflächen, führt er auf Anfrage aus. "Dort stehende Plakate müssen entfernt werden."

Vor Wahlen kontrolliere die Stadt die Plakatierungsverordnung im Innenstadtbereich, so Daus weiter. Bei Verstößen fordere sie die Beseitigung der jeweiligen Plakate ein. Ob dies auf die von der SPD monierten Plakate zutrifft, lässt Daus in seiner Antwort offen. 

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