Karlstadt

Sanierung des Landratsamts kostet mehr als fünf Millionen

Das Landratsamt in Karlstadt wird derzeit saniert. Nach aktuellen Kostenschätzungen wird die Fünf-Millionen-Grenze überschritten. Foto: Jürgen Kamm

"Die Fünf-Millionen-Euro-Marke wird gerissen", so das Fazit des Berichts zur Sanierung des Landratsamtes, der am Freitag in der Sitzung des Schul- und Bauausschusses diskutiert worden ist. Damit erfüllt sich eine Prognose des Kreisrates Gerhard Kraft, der schon mehrfach die Kostenschätzung von drei Millionen Euro aus dem Februar 2015 monierte. Aktuell wurden bereits laut Bauamtsmitarbeiterin Silvia Tratberger schon 3,9 Millionen Euro ausgegeben, die Berechnung der Gesamtkosten ergibt derzeit 5,13 Millionen Euro. Allerdings sagte sie auch, vergleichbare Neubauten anderer Landkreise hätten 25 bis 30 Millionen Euro gekostet.

Die Gründe für die gestiegenen Kosten sind vielfältig: Dazu gehören Brandschutz, Barrierefreiheit im Gebäude bei versetzten Geschossen zwischen den einzelnen Gebäudeteilen, die zusätzliche Nutzung des Dachgeschosses für Büros, Erneuerung der maroden Blitzschutzanlage und technische Forderungen für die EDV wie etwa eine Notstromversorgung. Zusätzlich wurde auch Ladestationen für Elektroautos gebaut.

Zuletzt sorgte die Sanierung eines denkmalgeschützten Bereichs des Landratsamtes für Mehrkosten. Nun stehen noch die Ertüchtigung eines Treppenhauses sowie des von der Bauaufsicht genutzten Gebäudeteils auf drei Etagen an, wofür zunächst zwei Stockwerke geräumt werden müssen. Fertig sein soll die Sanierung im Dezember 2019 oder Anfang 2020.

Sanierung Dezember 2019 oder Anfang 2020 abgeschlossen

Das Landratsamt findet sich denn auch wieder bei den als "dringliche Angelegenheiten" vergebenen Bauleistungen, über die beide Ausschüsse informiert wurden. Rund 11 730 Euro kosteten von der Energie eingebaute Brandschutzkanäle, die sind aber in der Kostenberechnung enthalten. Außerdem wurden für die ehemalige Berufsschule in Marktheidenfeld Metallbauarbeiten über 56 500 Euro an die Firma Mannl aus Kreuzwertheim und Innenputz für 85 200 Euro an die Firma Anex aus Karben vergeben.

Für das Berufsschulgebäude beschlossen die Ausschüsse auch die Ertüchtigung des ehemaligen "EDV-Klassenzimmers" zum dritten Informatikraum der Fach- und Berufsoberschule im Rahmen des Digitalpakts. Sie soll 50000 Euro (über die Kostenberechnung von 1,40 Millionen Euro hinaus) kosten, vorgesehen sind die Herstellung eines zweiten Fluchtwegs, der Einbau neuer Fenster sowie Boden- und Deckenarbeiten.

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