KARLSTADT

Schneller auf der Datenautobahn

Symbolbild: facebook
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100 Megabit pro Sekunde – mit dieser Geschwindigkeit sollen sich künftig Daten aus dem Internet in Karlstadt, Laudenbach, Mühlbach und dem Karlburger Gewerbegebiet „Heßheimer Weg“ herunterladen lassen. Das Angenehme für Karlstadt: Die Telekom wird diesen Breitbandausbau auf eigene Kosten vornehmen. Die Stadt muss sich also nicht beteiligen. Einziger Wermutstropfen: Das Ganze wird erst in zwei Jahren passieren.

Bei einem Pressegespräch im Karlstadter Rathaus wurden Details zu dem geplanten Ausbau vorgestellt. Im Zuge des Markterkundungsverfahrens hat die Telekom Mitte Januar den Ausbau des Breitbandnetzes in den genannten Gebieten angekündigt. Somit verbleiben Stetten, Stadelhofen, Rohrbach sowie die Wiesenfelder Weiler Erlenbach und Rettersbach im sogenannten Kumulationsgebiet, in dem die Stadt selbst tätig werden muss, um auch dort höhere Internetgeschwindigkeiten bieten zu können.

Dafür gibt es das Hochgeschwindigkeitsbreitband-Förderprogramm. Wie Bürgermeister Paul Kruck mitteilte, soll die Förderquote erhöht werden. Die Stadt plant, in vier aufeinanderfolgenden Haushaltsjahren jeweils 100 000 Euro dafür anzusetzen. „Wir hoffen, dass es bei diesen 400 000 Euro bleibt“, so Kruck. Wenn die Firmen ihre Angebote abgegeben haben, werde man mehr wissen. Er geht davon aus, dass diese Information bis Jahresmitte vorliegt.

Im Kumulationsgebiet könnte das schnellere Internet schon im kommenden Jahr fertig werden, allerdings mit nicht ganz so hoher Geschwindigkeit. 50 Megabit im Download und zehn Megabit im Upload sollen in Stetten, Stadelhofen, Rohrbach, Erlenbach und Rettersbach erreicht werden.

Kosten: rund drei Millionen Euro

Warum investiert die Telekom in Karlstadt, Laudenbach, Mühlbach und dem „Heßheimer Weg“? „Wir haben die Vorwahlbereiche auf ihre Wirtschaftlichkeit hin untersucht“, sagt Projektleiter Klaus Markert von der Telekom – und das Unternehmen war offensichtlich zu dem Ergebnis gekommen, das hier eine Investition wirtschaftlich ist. Um die drei Millionen Euro sollen – grob geschätzt – eingesetzt werden. Alleine die 38 Gehäuse der Kabelverzweiger werden rund 1,5 Millionen Euro kosten. Eingesetzt werde die VDSL-Vectoring-Technik. Neben 100 Megabit beim Download sollen 40 Megabit beim Upload erreicht werden. Nicht alleine Karlstadt kommt in den Genuss dieses Ausbaus, sondern beispielsweise auch Lohr und Marktheidenfeld.

Wie steht es um andere Karlstadter Stadtteile? Nach Gambach wurde im Vorgriff ein Glasfaserkabel verlegt, womit dort bereits 16 Megabit möglich waren. Bis 2016 sollen diese auf 50 Megabit aufgerüstet werden.

Im ersten Förderverfahren wurden in Karlburg teilweise 16 und teilweise schon 50 Megabit erreicht. In Wiesenfeld ist eine Vermittlungsstelle mitten im Ort, wodurch bis zu 50 Megabit möglich sind. Heßlar wird von Thüngen aus per Funk erreicht. Die Übertragungsrate wird mit 16 Megabit angegeben.

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