Karlstadt

Schnuppern in der weiten Welt

51 junge Leute aus dem hiesigen Rotary-Distrikt trafen sich im Karlstadter Rathaussaal, um den diesjährigen internationalen Austausch mit anderen Ländern vorzubesprechen. Foto: Günter Roth

51 junge Frauen und Männer waren im vergangenen Jahr beim Familienkurzaustausch (STEP = Short Term Exchange Programm) des hiesigen Rotary-Distrikts mit dabei und besuchten in diesem Rahmen für drei bis sechs Wochen Familien in vielen Teilen der Welt. Für dieses Jahr liegen bereits 54 Anmeldungen vor, diese werden von 15 Clubs aus dem Distrikt betreut. Um die nötigen Informationen dafür zu vermitteln und einen Einblick in die Arbeit des STEP zu geben, hatte der Rotary-Distrikt 1950 die betreffenden Jugendlichen nach Karlstadt in das Historische Rathaus eingeladen. Der Austausch-Beauftragte Frieder Müller-Maatsch stellte dazu die Grundzüge vor.

STEP versteht sich demnach als internationaler, kultureller Austausch mit Förderung von Freundschaft und Verständigung zwischen verschiedenen Kulturen. Die Austauschschüler sollen sich daher auch als Botschafter ihres Heimatlandes verstehen. Traditionell interessieren sich die jungen Leute hauptsächlich für die nordamerikanischen Staaten, wo 2019 ein Drittel hinfuhr. Weiterhin sind auch Südafrika, Argentinien und andere südamerikanische Länder interessant. Weitere Ziele waren in Asien und europäischen Ländern. Die Bewerber können bei der Anmeldung drei Wunschländer angeben, die Zuweisung erfolgt dann je nach Möglichkeit und der Wunsch-Rangfolge.

Nach Müller-Maatsch ist Rotary an einem risikoarmen und problemlosen Austausch interessiert, die Auswahl der Regionen und der Gastfamilien sei gewissermaßen "handverlesen", die Betreuung der Schüler vor Ort erfolgt grundsätzlich durch die dortigen Rotary-Clubs. Teilnehmen können junge Leute aller Schularten, es wird aber eine gute Sicherheit in der englischen Sprache erwartet.

Toleranz ist gefragt

Um Missverständnisse und falsche Hoffnungen schon im Vorfeld aus dem Weg zu schaffen, betonte der Redner, die Rotary-Aktion sei kein Reisebüro für Sprachferien und kein "All-inclusive"-Unternehmen mit Action-Urlaub. Von den jungen Leuten im Alter zwischen 15 und 19 Jahren wird Aufgeschlossenheit und Neugier, Selbstständigkeit und die Übernahme von Verpflichtungen erwartet sowie die Bereitschaft, neue Freunde in anderen Ländern zu finden. Natürlich besteht auch die Voraussetzung im Gegenzug den Gastgeber zuhause in Deutschland aufzunehmen. Die Eltern müssen nicht Mitglieder von Rotary sein.

Die Termine für den Austausch sind in der Regel während der Ferien, Schulbefreiungen vor oder nach den Ferien sind oft auch möglich. Für den Aufenthalt im Ausland gelten auffallend strenge Regeln in Bezug auf Drogen, Alkoholkonsum, eigenständige Reisen und auch die Anfertigung von Tattoos und Piercings im Gastland sind verboten. Insgesamt sei Rotary an einem risikoarmen und problemlosen Austausch interessiert, sagte Müller-Maatsch. Die Regionen seien quasi handverlesen, dennoch könne der Lebensalltag vor Ort und die Regeln der Gastfamilien durchaus deutlich von den heimatlichen Gegebenheiten abweichen, sodass eine gehörige Portion Toleranz und Anpassungsbereitschaft seitens der Gäste nötig sei.

Am Nachmittag hatten die Interessenten die Möglichkeit an mehreren Infotischen, in Tischrunden und Stuhlkreisen weitere und konkretere Auskünfte zu erhalten. Außerdem erzählten einige Schülerinnen über den Ablauf und ihre Erfahrungen bei ihren eigenen Austauschaufenthalten.  

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