KARLSTADT

Schüler beschäftigen sich mit Rassismus

Der „Arbeitskreis Karlstadter Schulen“ hat wieder in den Wochen um den 27. Januar – Holocaust-Gedenktag zur Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz – ein breites Programm zum gemeinsamen Projekt „Schule ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ auf die Beine stellen können. Schüler aller Altersstufen und Schularten beschäftigen sich mit historischen und aktuellen Themen.

Opfer des NSU

Ausstellung zum Thema NSU: Den Auftakt macht am Dienstag, 26. Januar, um 10.30 Uhr an der Mittelschule die vom Arbeitskreis in Kooperation mit der Regionalkoordination Unterfranken der „Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage“ und der Vhs Karlstadt organisierte Ausstellung „Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen“. Die bilderreiche Wanderausstellung setzt sich auf 22 Tafeln mit den Verbrechen des NSU in den Jahren 2000 bis 2011 sowie der gesellschaftlichen Aufarbeitung nach dem Auffliegen des Nationalsozialistischen Untergrundes im November 2011 auseinander. Interessierte Besuchergruppen von außerhalb der Schulen können sich an die Mittelschule Karlstadt wenden, die begrenzt Führungen außerhalb der Schulzeiten vermitteln kann.

Interessierte Schulklassen werden an den folgenden Tagen bis Donnerstag, 4. Februar, von eigens dafür ausgebildeten Schülercoaches von Gymnasium, Förder- und Mittelschule durch die Ausstellung geführt.

Selbstverfasste Texte

Schweigemarsch zum Ehrenhain: Am Mittwoch, 27. Januar, ab 11 Uhr nehmen Schüler der Real-, Mittel- und Förderschule sowie des Gymnasiums am Karlstadter Gedenkgottesdienst für die Opfer des Nationalsozialismus teil. Beginn und Ende dieses Weggottesdienstes ist die Stadtkirche St. Andreas. Schüler der beteiligten Schulen gestalten an diesem Tag durch selbstverfasste Texte und eigens einstudierte Theaterszenen Stationen in Kirche, Historischem Rathaus, vor dem ehemaligen jüdischen Betsaal und am Ehrenhain. Die Veranstaltung, die von den Schulen, der Stadt Karlstadt sowie den Karlstadter Kirchengemeinden getragen wird, ist öffentlich und richtet sich an alle Bürger der Stadt, egal welcher Religionszugehörigkeit.

Theaterstück „Elly und Ingo“: Ebenfalls am Mittwoch, 27. Januar, besuchen die neunten Klassen von Real- und Mittelschule sowie die achten Klassen des Gymnasiums das Theaterstück „Elly und Ingo“ des Regensburger ueTheaters in der Gerbergasse. Als Vorlage diente hierfür die Lebensgeschichte der Volksschullehrerin Elly Maldaque, die heute als erstes Naziopfer Regensburgs gilt. Gegenspieler der fiktiven Elly des Stücks ist der Neonazi Ingo, der sich aus den Gewaltzusammenhängen seiner schlechten Startbedingungen ins Leben nicht lösen kann. In regelmäßigen Abständen treten die Darsteller aus ihren Rollen und stellen aktuelle Bezüge her. Eine Diskussion der Schauspieler mit den Schülern zum Thema schließt die Veranstaltung ab.

Auf Spurensuche

Anders sein – ausgegrenzt sein: In der Grundschule Karlstadt befassen sich Lehrer und Schüler innerhalb der nächsten zwei Wochen mit dem Thema „Anders sein – ausgegrenzt sein“. Die Klasse 3b begibt sich am Dienstag, 2. Februar, unter fachkundiger Leitung von Gustav Eichler auf Spurensuche jüdischen Lebens in die Altstadt Karlstadts. Hierbei werden auch die „Stolpersteine“ gesucht und besucht.

Holocaust Gedenktag

Weitere Aktionen: Für Schüler der neunten Klassen des Gymnasiums und der Mittel- und Förderschulen veranstaltet das P-Seminar „Holocaust Gedenktag“ ein Filmseminar. Gezeigt wird „Der Junge im gestreiften Pyjama“ aus dem Jahr 2008. Im Anschluss findet eine Auseinandersetzung mit dem Film statt. Schüler der zehnten Jahrgangsstufen hören einen Vortrag zum Thema „Nationalsozialismus gestern/Rechtsextremismus heute“ in der JSG-Aula. Referent ist Kriminalhauptkommissar Wolfgang Meyer von der Bayerischen Informationsstelle gegen Extremismus im Landesamt für Verfassungsschutz.

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