LOHR

Schülerfirma Bezusa erwirtschaftet Gewinn und löst sich im März auf

Ein Fixbetrag von fünf Euro plus zehn Euro des Anteilscheines wurden aus dem Gewinn des Spieleverkaufs ausgezahlt. Der Rest kommt als Regionalspende einer Lohrer Einrichtung zugute. Foto: Frank Zagel

Die im letzten Schuljahr von Schülern des P-Seminars der damaligen 11. Klasse am Franz-Ludwig- von Erthal- Gymnasiums in Lohr gegründete Schülerfirma Bezusa löst sich nach einem erfolgreichen Geschäftsjahr im März wieder auf.

Im Rahmen des „Junior“ Programmes des Deutschen Wirtschaftsinstituts wurde die Firma, angelehnt an einer Aktiengesellschaft, von der Produktermittlung, Finanzierung, Herstellung, Vermarktung bis zum Verkauf von den Schülern geführt.

Dabei wurde die Herstellung des Familien- Gesellschaftsspieles „Phil the Gap“ realisiert, das im Dezember in Lohrer Einzelhandelsgeschäften zu erwerben war. Bis Weihnachten konnten alle 100 Spiele veräußert werden. Nun lud die Firma unter ihrem Geschäftsführer Dominik Mann alle Eigentümer von Anteilscheinen zur Abschlusshauptversammlung ein, von denen 32 im Gymnasium erschienen.

Der Schulpate und Betreuer des Projektes Studienrat Stefan Lausberg, der den Schülern beratend zur Seite stand, erklärte zu Beginn die Einnahmen- und Ausgabenkalkulation. Neben den Posten des Personalaufwandes, der Lohnsteuer und Sozialausgaben flossen auch Materialaufwand und betriebliche Aufwendungen in die Ausgaben, die sich auf 902,29 Euro beliefen. Bei Umsatzerlösen von 1734,46 Euro, die sich durch die Verkaufserlöse ergaben und abzüglich der Verbindlichkeiten gegenüber „Junior“ und der Körperschaftssteuer, konnte ein Gewinn von 398,22 Euro erwirtschaftet werden. Dies wäre eine Rendite von etwa 70 Prozent in einem Jahr, was ein Unternehmen kaum erwirtschaften könnte, gab Dominik Mann zu verstehen.

Auszahlung an Anteilseigner

Mann führte durch die anschließende rege Diskussion unter den Anteilseignern, die darüber abstimmten auf welche Weise der Ertrag ausgeschüttet werden solle. Neben den Vorschlägen den Gewinn zu spenden wurde auch über die Auszahlung an die Anteilseigner abgestimmt.

Am Schluss wurde der Vorschlag, einen Fixbetrag von fünf Euro plus die zehn Euro des Anteilscheines auszuzahlen und die Differenz als Regionalspende einer Lohrer Einrichtung zukommen zu lassen, mehrheitlich angenommen. Sieben Anteilseigner spendeten den kompletten Betrag. Wer die Spende erhalten wird, möchte die Firma intern beraten und wird dies noch vor ihrer Auflösung bekannt geben.

„Das hätte alles nicht viel besser laufen können“ berichtete Mann und zog ein Fazit: „Wir sind alle zufrieden, hatten ein tolles Team und eine gute Zusammenarbeit auf allen Ebenen.“

Während sich die Zwölftklässler in den kommenden Monaten auf ihr Abitur vorbereiten steht die nächste Firmengründung der 11. Klasse bevor. Im April möchte diese mit Holzkohlegrills auf Up Cycling Basis, also vollständig aus gebrauchten Sachen konstruiert, ein neues Geschäftsmodell in die Wege leiten. Jedoch muss „Junior“ die Idee vorher erst absegnen. Lehrer Stefan Lausberg wird auch diese Firmengründung wieder begleiten.

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