Karlstadt

Schülerin kämpft für die Umwelt - als Abgesandte des JSG

Die Karlstadterin Antonia Nitzl fährt zur Klimakonferenz mit Bayerns Umweltminister Thomas Glauber. Beim Umweltschutz kommt es auch auf Kleinigkeiten an.
Antonia Nitzl, Schülerin des Johann-Schöner-Gymnasiums Karlstadt, fährt zur Klimakonferenz mit Bayerns Umweltminister Thomas Glauber.
Antonia Nitzl, Schülerin des Johann-Schöner-Gymnasiums Karlstadt, fährt zur Klimakonferenz mit Bayerns Umweltminister Thomas Glauber. Foto: Mirko Münch

Antonia Nitzl fährt als Abgesandte des Johann-Schöner-Gymnasiums zur Klimakonferenz mit Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber. Die Konferenzen am 29. März in Erlangen und am 5. April in München sind Bayerns Antwort auf die anhaltenden Schulstreiks der Bewegung "Fridays for Future". Gesicht des Protests ist die schwedische Schülerin Greta Thunberg, die seit August jeden Freitag vor dem Reichstag in Stockholm demonstriert. In den letzten Monaten hat die Bewegung weltweit große Wellen geschlagen und auch in Bayern tausende Schüler auf die Straßen getrieben.

Antonia Nitzl lebt den Umweltschutz

An der Organisation der Demonstrationen und Streiks in Würzburg ist Antonia Nitzl seit einigen Monaten beteiligt. "Nach der ersten Demonstration wusste ich sofort, ich möchte mitorganisieren." Dabei erfährt die Schülerin auch Gegenwind aus der Bevölkerung und den Medien. "Es wird meistens nur darüber berichtet, dass wir den Unterricht verpassen. Das eigentliche Thema unserer Proteste rückt vollkommen in den Hintergrund", sagt sie. Antonia Nitzl.  "Während des letzten Streiks hat es geregnet und mir war bitterkalt. Da wäre ich lieber im warmen Klassenzimmer gewesen, aber es geht eben um unsere Zukunft. Wir schwänzen nicht mutwillig die Schule."

Auch privat achtet Antonia Nitzl sehr auf ihren Konsum und zeigt, wie einfach das eigentlich sein kann. "Wenn ich im Supermarkt einkaufe, habe ich immer selbst Stofftasche dabei. Ich kaufe nur Gemüse aus der Region und versuche, nichts zu kaufen, das in Plastik verpackt ist", sagt sie. Selbst den Fleischkonsum hat sie eingestellt, obwohl es ihr eigentlich schmeckt. Um der Massentierhaltung zu entsagen, hat ihre Familie gemeinsam mit den Nachbarn eigene Hühner gekauft.  Im Haushalt achtet sie darauf, immer das Licht auszuschalten und beim Lüften die Heizung auszumachen. "Es sind viele Kleinigkeiten, die jeder ganz einfach selbst machen kann", so Antonia Nitzl. 

Ein Gespräch auf Augenhöhe

Die Schülerin, deren Engagement für den Umweltschutz auch Walter Fronczek, dem Direktor des Johann-Schöner-Gymnasiums, aufgefallen ist, wurde mit einer Freundin als JSG-Abgesandte für die Klimakonferenz vorgeschlagen und von der SMV (Schüler-Mitverantwortung) und den Schülersprechern gewählt. Von der Klimakonferenz erhofft sich die Schülerin ein Gespräch auf Augenhöhe. "Ich möchte wissen, warum die Ziele, die im Pariser Klimaabkommen beschlossen wurden, von der Regierung nicht eingehalten werden," sagt Antonia Nitzl. Unter anderem bemängelt sie den langsamen Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und den späten Ausstieg aus der Braunkohle bis 2038 . 

Endlich anfangen

Trotz der Klimakonferenz werden die Organisatoren von "Fridays for Future" in Würzburg nicht aufhören. Die Bewegung möchte Politiker zu persönlichen Gesprächen einladen. "Die Demos und Streiks sorgen für Aufmerksamkeit; immer mehr Menschen schließen sich uns an," sagt Antonia Nitzl. Die Schülerin hofft, dass Die Bewegung so groß wird, die Regierung zum Handeln gezwungen wird. neuesten Mitglieder der Bewegung sind die "Scientists for Future" - Wissenschaftler, die in Studien den Klimawandel belegen und auf dessen Folgen hinweisen.

"Es geht uns darum, endlich mit dem Klimaschutz und dem Wandel des Konsumverhaltens anzufangen", sagt Antonia Nitzl. "Die Menschen müssen endlich einsehen, dass der Klimawandel auch bei uns existiert und dass es gravierende Folgen haben wird, wenn wir nichts dagegen unternehmen."

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