Bischbrunn

Schützenverein erhält Auszeichnung Immaterielles Kulturerbe

"Immaterielles Kulturerbe Schützenwesen" ist ein dekoratives und aussagekräftiges Acrylglasschild, das auf den Eintrag des "Schützenwesens in Deutschland" in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes hinweist. Stolz hält der Schützenmeister Klaus Reinfurt das neu... Foto: Richard Krebs

Stolz prangt demnächst ein kleines Plexiglasschild am Bischbrunner Schützenhaus, das auf das "Kulturerbe Schützenwesen" hinweist. Es ist ein vom Deutschen Schützenbund in Abstimmung mit der Deutschen Unesco-Kommission entwickeltes Schild. Auch der Bischbrunner Schützenverein, der im vergangenen Jahr sein 50-jähriges Bestehen in Verbindung mit dem Gauschützenfest und dem Fränkischen Böllertreffen feierte, ist stolz darauf, dieses Kulturerbe zu bewahren und weiterzugeben, so Schützenmeister Klaus Reinfurt.

Der Begriff "Kulturerbe" ist, so Reinfurt, in der Öffentlichkeit mit einem uneingeschränkt positiven Image verbunden. Das will auch der Bischbrunner Schützenverein unbedingt ausnutzen. "Die Tatsache, dass wir offiziell als Kulturerbe ausgezeichnet worden sind," so Präsident Helmut Fischer vom Deutschen Sportschützenbund (DSB) in einem kleinen Anschreiben, "sollten wir und unsere Vereine möglichst oft und mit größtem Selbstbewusstsein der Öffentlichkeit zeigen und kommunizieren."

Die Deutsche Unesco-Kommission, die Kultusministerkonferenz und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien haben am 11. März 2016 sieben Formen des Immateriellen Kulturerbes ausgezeichnet: das Sternsingen, das Kneippen, das Schützenwesen, das Ehrsame Narrengericht zu Grosselfingen, die Volkstanzbewegung, das Choralsingen und die Manuelle Glasfertigung.

Die Auszeichnung des Schützenwesens in Deutschland wird folgendermaßen begründet: "Das Schützenwesen ist vielerorts ein wichtiger, historisch gewachsener und lebendiger Teil der regionalen oder lokalen Identität. Es umfasst eine große Anzahl von Bräuchen und Traditionen, die in Deutschland in zahlreichen unterschiedlichen Erscheinungsformen verbreitet sind. Das alte Brauchtum wird heute in der Regel im Rahmen einer Vereinszugehörigkeit von Menschen jeden Alters und Geschlechts unabhängig von religiösem Bekenntnis, sexueller Orientierung, Herkunft oder auch Behinderung ausgeübt. Es gibt vielfältige Maßnahmen zur Weitergabe der Tradition und eine aktive Pflege regionaler und europäischer Verbindungen.

Bekanntester und wesentlicher Ausdruck des Schützenwesens ist das Schützenfest, das mit vielfältigen örtlich unterschiedlichen Bräuchen einmal im Jahr gefeiert wird. Jedes Schützenfest hat lokal hergebrachte Rituale und Bräuche und unterschiedliche Abläufe. Über dieses singuläre Ereignis hinaus prägen gerade in kleineren Orten die unterschiedlichen ortsbezogenen Bräuche der Schützenvereinigungen das soziale und kulturelle Gemeinschaftsleben, sodass die Schützentradition das ganze Jahr wahrnehmbar ist und gelebt wird."

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