Marktheidenfeld

Schulessen: Neuer Anbieter im Gespräch

Der neue Anbieter würde nicht nur die Mittags- und Pausenverpflegung, sondern auch die Offenen Ganztagsbereiche beider Schulen übernehmen.
Gibt es bald eine Neuregelung in Sachen Schulessen in Marktheidenfeld? Derzeit werden Gespräche mit einem neuen Anbieter geführt.  Foto: Alexander Körner

Im Dezember 2018 kochte das Thema Schulessen im Gymnasium und an der Realschule Marktheidenfeld hoch. Nach einem runden Tisch einigten sich alle Beteiligten darauf, einen Betreiber für die Mensa zu finden, der auch einen durchgehenden Cafeteria-Betrieb ermöglicht. Lange im Gespräch war dabei die InklusionCatering GmbH Mainfranken, die mit den Mainfränkischen Werkstätten zusammenarbeitet. 

Nun ist ein neuer Anbieter im Gespräch. Um wen es sich genau handelt, möchte Dieter Schanzer, Schulleiter der Realschule Marktheidenfeld, noch nicht sagen. Der neue Ansatz: Der Anbieter würde  in einem kompletten Versorgungspaket nicht nur die Mittags- und Pausenverpflegung, sondern auch den kompletten Betrieb der Offen Ganztagsbereiche sowohl am Gymnasium als auch an der Realschule übernehmen. "Das wäre ein schönes Zeichen der gemeinsamen Zusammenarbeit", beschreibt es Dieter Schanzer. 

 

Schanzer: Bauchweh im Hinblick auf Förderverein

 

Als Essenslieferant würde bei dieser Variante auch die Krankenhausküche dabei bleiben. Ebenfalls übernommen werden soll auch das bisherige Mensa-Personal. Das wurde auch als Voraussetzung in dem Gespräch Ende 2018 festgelegt. 

Ziemliches Bauchweh hingegen plagt den Schulleiter der Realschule im Hinblick auf seinen Förderverein. Sollte man sich für den Anbieter entscheiden, wäre die Frage, was aus dem Förderverein der Realschule, der auch Träger der Offenen Ganztagsschule ist, wird.  

Reinhold Braun, Vorsitzender des Trägervereins, möchte sich noch nicht detailliert zu dem Thema äußern. Er betont allerdings: Wenn der Offene Ganztag und das Thema Essensverpflegung im Sinne des Fördervereins weitergeführt würden, werde man sich mit einem neuen Anbieter arrangieren. Wichtig sei, dass keine Nachteile dadurch entstünden, zum Beispiel beim Thema Personal. Aber auch er stellt in den Raum, dass durch solch einen Wechsel viele offene Fragen entstünden. Zum Beispiel, ob ein Förderverein dann noch existent sein kann. 

Hartmut Beck, Schulleiter des Balthasar-Neumann Gymnasiums, wollte sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu dem Thema äußern. 

 

Krankenhaus: "Wir liefern, solange die Schule das möchte."

 

Welche Rolle das Schulessen für die Krankenhaus-Küche in Marktheidenfeld spielt, erläutert Geschäftsleiter Michael Pfab. Er betont zunächst: "Wir liefern, solange die Schule Essen möchte." Sollte das Schulessen wegfallen, müsste dadurch kein Personal in der Krankenhausküche abgebaut werden.  Das Schulessen mache einen marginalen Anteil vom Gesamt-Essen im Krankenhaus aus und sei kein wichtiger Eckpfeiler.  

Insofern bemühe man sich auch nicht, neue Kunden zu generieren. "Wir haben immer wieder mal Anfragen von Schulen oder Kindergärten", so Pfab. Allerdings verstehe man sich nicht als Essenszulieferer. Wer Essen vom Krankenhaus beziehe, muss es zum Beispiel selbst abholen. Neben dem Schulessen bekocht die Küche derzeit noch das Seniorenheim in Hafenlohr und das eigene Seniorenheim.

Ob er mit der Kommunikation rund um das Thema zufrieden sei? Man müsse die Emotionen raus nehmen, so der Geschäftsleiter. "Die Schule ist unser Kunde und der entscheidet", erläutert er. Und da sei es ganz normal, dass sich mal etwas verändert. 

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