Deutelbach

Schwer zugänglicher Brand am Waldrand: 152 Einsatzkräfte

Feuerwehren aus Main-Spessart und Hessen konnten Freitagnacht in Deutelbach bei Aura im Sinngrund Schlimmeres verhindern. Ein Landwirt leistete wichtige Löschhilfe.
Symbolbild Feuerwehr
Foto: Patrick Seeger/dpa

Insgesamt 14 Feuerwehren, darunter sieben aus Hessen, waren Freitagnacht in Deutelbach im Einsatz, um einen großen Flächenbrand zu löschen. Ort des Feuers war laut Kreisbrandrat Peter Schmidt eine große Wiese an einem Hang am westlichen Ortstrand des Weilers, eines Ortsteils von Aura im Sinngrund. Da die Wiese umzäunt gewesen sei, sei sie nur über den Hof des Eigentümers zugänglich gewesen. "Wir haben verhindert, dass der Brand in den Hochwald reingelaufen ist", so Schmidt auf Anfrage.

Zunächst sei um 22.27 Uhr am Freitagabend nur die Feuerwehr Aura mit der Einsatzgruppe Deutelbach sowie der Kreisbrandinspektor informiert worden, berichtet Schmidt. Es hieß, es gebe einen Flächenbrand von unter 100 Quadratmetern Größe. "Bei der Anfahrt hat sich herausgestellt, dass es vom Umfang her doch größer ist." Am Anfang habe man durch die uneinsehbare Lage jedoch überhaupt nicht abschätzen können, wie groß die betroffene Fläche tatsächlich ist.

Sieben Feuerwehren aus MSP, sieben aus Hessen

Es stellte sich schließlich heraus, dass eine drei Hektar große Wiese brannte. Neben der Feuerwehr Aura wurden auch die Feuerwehren Burgsinn, Fellen, Gemünden, Mittelsinn und Rieneck alarmiert sowie sieben weitere Feuerwehren aus dem angrenzenden Hessen. Insgesamt waren 152 Einsatzkräfte vor Ort, darunter auch das Rote Kreuz, die Polizei und die Unterstützungsgruppe.

Die Löscharbeiten seien aufgrund der sehr steilen Hanglage nicht einfach gewesen. Ein Landwirt, der die Örtlichkeit kennt, half dankenswerterweise mit seinem Traktor und zwei, drei Fässern Wasser an einer Stelle aus, die für die Feuerwehr nur schwer zugänglich gewesen wäre. Die Feuerwehren legten zum einen eine Schlauchleitung, zum anderen pendelten Tanklöschfahrzeuge, von denen sechs im Einsatz waren. Ein sogenannter Abrollbehälter aus Hessen mit 10.000 Litern Wasser sei vor Ort gewesen, wurde aber letztlich nicht benötigt.

Wind machte Feuerwehren Sorgen

Um 0.10 Uhr hieß es: "Feuer aus!" Allerdings kam im Anschluss starker Wind auf, weshalb die Feuerwehr die Außenränder der Brandfläche intensiv gewässert habe, so Schmidt. Um 2 Uhr sei der Einsatz schließlich beendet gewesen. Menschen oder Gebäude seien nicht zu Schaden gekommen. "Es hätte auch anders ausgehen können", so der Kreisbrandrat. "Wenn das oben in den Wald reingelaufen wäre, hätten wir ein Problem gekriegt."

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