LOHR

Sechsmal Bob Dylan – eine unkonventionelle Biografie

Richard Gere spielt eine Version von Bob Dylan in „I'm Not There“ von Todd Haynes. Das stattKino zeigt den Film am 8. März.
Richard Gere spielt eine Version von Bob Dylan in „I'm Not There“ von Todd Haynes. Das stattKino zeigt den Film am 8. März. Foto: Tobis

Am Mittwoch, 8.März, zeigt das stattKino Lohr im Mehlingskeller um 18 und 20.30 Uhr „I'm Not There“, Todd Haynes ungewöhnliche Filmbiografie über den Songpoeten des 20. Jahrhunderts: Bob Dylan.

Es war schon eine kleine Sensation, dass Bob Dylan als erster Musiker den Literatur-Nobelpreis erhielt. Wer Bob Dylan liebt, hat das immer schon für richtig erachtet – wirklich daran geglaubt haben aber nur wenige. Bob Dylan hat sich in seinen 75 Jahren immer wieder neu erfunden, ist Songwriter, Musiker, Schriftsteller, Künstler, Schauspieler, hat seit Jahrzehnten einen ungeheuren Einfluss auf die Kultur unserer Tage. So ist es nur konsequent, dass Todd Haynes in seinem Film, Bob Dylan von sechs Schauspielern darstellen lässt. Zahlreiche Experten - Dylanologen genannt: allen voran Heinrich Detering – analysieren sein Werk, in dem er sich nach Lust und Laune bei der Literatur- und Musikgeschichte bedient – bei Homer, Ovid, Juvenal und Petrarca ebenso wie bei Tennessee Williams, Lewis Caroll oder Mark Twain, vor allem aber und immer wieder bei Shakespeare.

In „I'm Not There“ verknüpft Regisseur Todd Haynes diese Geschichten zu einer verschachtelten, unkonventionellen Filmbiografie. So facettenreich und widersprüchlich wie sein Gegenstand, porträtiert „I?m Not There“ Dylan als vielfältige Persönlichkeit, als rätselhaften, widerspenstigen Star, der in keine Kategorie passt: Kaum glaubt man, ihn verstanden zu haben, ist er schon weitergezogen und längst ein Anderer.

Bob Dylan, Ikone des Folk, Rock und Pop, tritt in „I?m Not There“ gleich sechsfach in Erscheinung. Als elfjähriger Singer-Songwriter (Marcus Carl Franklin) reist er Ende der 50er Jahre durchs Land wie einst die schwarzen Blues-Legenden. Mit 19 ist er ein scharfzüngiger Poet (Ben Whishaw), wenig später ein erfolgreicher Folk-Troubadour (Christian Bale) im pulsierenden Greenwich Village der frühen 60er. Kaum als Stimme einer neuen Generation gefeiert, erfindet er sich als Bandleader (Cate Blanchett) neu und stößt seine Fans mit elektrifiziertem Rock vor den Kopf. Er reüssiert als Schauspieler (Heath Ledger), scheitert als Familienvater, gerät als christlicher Prediger in Vergessenheit – und taucht wieder auf im Hinterland von Missouri: als in die Jahre gekommener Outlaw (Richard Gere), der sich noch einmal auf die Reise macht.

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