KARLSTADT

Sie können es sich leisten, sich auf das Nötigste zu beschränken

Auf Nötigste reduziert: Nur mit einer Gitarre und einer Stimme traten Jochen Volpert und Carola Thieme im Anwesen Göbel in der Färbergasse auf. Foto: Andreas Lengler

Am Freitag bot sich Jazz-Liebhabern ein besonderes „Schmankerl“ in der Färbergasse 8: Zu Gast bei Volkmar und Maria Göbel war das Jazz-Duo „Thieme/Volpert“. Die beiden gaben unter dem Motto „smooth, soft, jazzy“ anlässlich ihres zehnjährigen Bühnenjubiläums Spannendes aus dem Bereich Jazz, Blues und Soul zum Besten.

Das Duo beschränkt sich bewusst auf die notwendige Anzahl an Instrumenten – eine Gitarre, eine Stimme. Dies führt zwangsläufig zur Uminterpretation mancher Stücke, die sonst mit mehreren Instrumenten gespielt werden, was dem Duo jedoch mehr als gut gelingt. Auf dieses Thema bezogen erklärt Carola Thieme: „Nachspielen ist ja keine Kunst, wir wollen Dinge, die gut sind, einfach noch mal von einer neuen Seite beleuchten, sie auf uns zuschneiden und dem Hörer es in simpler und gleichermaßen prägnanter Form darbieten. So kann man also nur begrenzt von ,covern‘ sprechen.“

Jedoch gibt es nicht nur bereits bestehende Stücke, sondern auch Kompositionen aus eigener Feder werden auf der Bühne präsentiert. Man merkt man anhand dessen wie auch an der generellen Harmonie, dass das Duo schon einiges an Erfahrung sammeln konnte, auch außerhalb dieser Besetzung.

Vielfältig aktiv

Beachtlich ist, was beide diesbezüglich vorzuweisen haben: Die gebürtige Hannoveranerin lebt seit 1993 in Würzburg und ist seitdem in verschiedenen Bands und auch Projekten aktiv. Neben ihrer charakteristischen Stimme hat sie jedoch auch noch Klavier und Percussion im Repertoire, welche je nach Stück auch mal zum Einsatz kommen.

Von Beruf ist sie Kommunikations-Designerin sowie Musikerin und Sängerin. Des Weiteren ist sie Inhaberin der Werbeagentur „Thieme Markendesign“ die unter dem Motto „Klang sehen, Farbe hören, Marke erleben“ steht.

Ihre musikalische Vergangenheit und Gegenwart ist darüber hinaus nicht weniger beeindruckend, so ist sie Teil verschiedener Projekte und Bands wie „Thieme/Volpert“ selbst (seit 2003), „Bell Bottom Blues Band“ (seit 2005), „Visions & Voices: Mainpop sucht die besten Stimmen Unterfrankens“ (2007), „Blues Train“ (seit 2008), „Carola Thieme & Band“ (seit 2009), „Conference of the birds“ (2012) und darüber hinaus viele weitere.

Zudem gibt es zahlreiche Veröffentlichungen ihrerseits wie zum Beispiel: „Sands of Time“ (mit Thieme/Volpert, 2011), „The Sounds of Poetry“ (2012), oder eine CD-Veröffentlichung innerhalb des Kunstprojektes „Klangfarben-Farbenklang“. Darüber hinaus wurde sie 2007 zu einer der sechs besten Stimmen Unterfrankens gewählt und 2010 von Bayern1 zu einer der fünf besten Stimmen Bayerns.

Doch all das stellt ihren männlichen Begleiter keineswegs in den Schatten: Jochen Volpert ist bekannt aus der regionalen Blues-Rock-Szene, steht für solistische Extravaganz und eine besonders vielseitige Spielweise an der Gitarre. Egal, ob mit einem cleanen Stratocaster- oder einem fetten Telecaster-Sound oder auch mit dem Jazzsound seiner „dicken Berta“, dem Zuhörer geht jeder Ton unter die Haut und 30 Jahre Live-Erfahrung in verschiedenen Genres werden spürbar.

Zu seinen aktuellen Bands zählen natürlich „Thieme/Volpert“, „Bell Bottom Blues Band“ sowie ebenfalls „Blues Train“ und auch „Mr. Jazz meets Mr. Blues“ (mit Joe Krieg). Auch ist Jochen Volpert schon aufgetreten mit Frank Dietz, dem Gitarristen von Peter Maffay.

Erstaunlich ist allerdings, dass Jochen Volpert in Bezug auf Musik seinen Weg völlig autodidaktisch fand. Thieme/Volpert hat durch viele gemeinsame Stunden Leben, Erleben, Suchen, Experimentieren und Entdecken eine eigene, offene und improvisationsliebende Ausdrucksform gefunden, die für jeden, der sie erlebt, deutlich spürbar ist.

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