FRAMMERSBACH

Simplicissimus: War bekannte Romanfigur ein Frammersbacher?

„Der Einsiedler bei Simplicissimus – ein Frammersbacher?“, fragte Prof. Dr. Burkhard Büdel beim 11. Symposium zur Burgenforschung im Spessart. Er gab schmunzelnd zu, mit seinem Versuch, zwei Romanfiguren im Spessart zu verorten, habe er dem „attraktiven Lohrer Schneewittchen“ etwas gegenüberstellen wollen.

Der ernsthafte Hintergrund sind jedoch Versuche der Schweden, von Hanau aus über den Spessart nach Osten vorzustoßen. Bis 1636 war der Oberkommandierende in Hanau der schottische General in schwedischen Diensten, James Ramsay. Er verlor 1635 auf der Wiesener Straße eine Schlacht gegen kaiserliche Truppen, in der er 600 Mann verlor. Ein Offizier in Ramsays Truppen, so Büdel, habe sich möglicherweise nach 1636 als Einsiedler bei Frammersbach niedergelassen.

Unbestritten ist, dass der Ich-Erzähler Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen in Gelnhausen geboren und aufgewachsen ist, nicht aber, wieviel Autobiografie im „Simplicissimus“ steckt. Klare Bezüge zu Frammersbach hat Büdel aber im 8. Kapitel des Romans gefunden, wo der Einsiedler den völlig ungebildeten Knaben Simplicius nach seiner Herkunft ausfragt. Die Bezeichnung „Knaan“ für den Vater gibt es auch in anderen Bereichen im Spessart, aber das Wort „Moider“ für Mutter lasse sich eindeutig Frammersbach zuordnen.

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