Frammersbach

»Singen ist ne coole Sache« sagt der Nachwuchs

Singen ist cool: Mit einer Hitparade der letzten 30 Jahre begeisterte der Kinder- und Jugendchor des AGV Frammersbach am Sonntagnachmittag seine Geburtstagsgäste. Foto: Gisela Büdel

»Singen macht Freude, Singen macht Spaß« war am Sonntagnachmittag auf den gelben T-Shirts des Kinderchores zu lesen: Mit einer »Hitparade der letzten 30 Jahre« feierte der Kinder- und Jugendchor des AGV Frammersbach seinen 30. Geburtstag. Im vollbesetzten Pfarrheim ließen sich 150 Gratulanten vom frischen Singen unter Leitung von Claudia Ackermann begeistern.

Mit dem Lied »Singen ist 'ne coole Sache« starteten die »Minis & Kids« die musikalische Reise durch drei Jahrzehnte und traten den Beweis an, dass Singen innere und äußere Bewegung ist. Ob Stapfen mit dem Fuß oder Wackeln mit dem Po: Das Publikum war eingeladen, es den Kindern gleichzutun. Moderiert wurde das zweistündige Liederfestival von Gaudiamus-Sängerin Silvia Welsch, am Klavier begleitete Suzanne Klimek (Johannesberg).

Der Querschnitt aus Lieblingsliedern reichte vom trinkfesten »Räuberhauptmann Karomir« (Kids) über ein Abba-Special bis zu »80 Millionen« von Max Giesinger (Jugendchor). »Immer soll die Sonne scheinen, immer soll der Himmel blau sein«: Den »Friedensmaler« besangen die »Kids« in vier Sprachen und rückten als »Kleine Europäer« im Europa-Kinderland immer näher aufeinander zu.

Von hoher musikalischer Qualität zeugte der Auftritt von »Gaudiamus« und den »Teens«: Klassiker aus Musical und Pop oder das vierstimmig gesungene »How many roads« ernteten großen Beifall. Frauen der ersten Stunde sind Dirigentin Claudia Ackermann und die Vorsitzende des AGV, Brigitte Lotz. Beide widmen sich seit 30 Jahren der Jugendarbeit. Lotz hat am 17. April 1989 mit Edmund Keßler und Wolfram Schüll den Kinderchor aus der Taufe gehoben. In »Gaudiamus« singen seit 1998 junge Erwachsene, die dem Chor seit Kindertagen die Treue halten und mit geschulter Stimme ein eigenes Profil entwickelten. In der Früherziehung lernen seit April 2018 Kinder ab drei Jahren den spielerischen Umgang mit Rhythmus und Musik. Gerade im Kinderrepertoire habe sich vieles geändert. Hier greife man neue Trends der Liedermacher auf, sagte die Dirigentin auf Anfrage.

Nicht mit leeren Händen war Landrat Thomas Schiebel gekommen. Er überreichte eine Finanzspritze und ein »Kistle Landratsschoppen« für den Chor »Gaudiamus«, bei dem der Jugendschutz nicht mehr greife.

»Hinter jeder starken Frau steht noch eine starke Frau« würdigte Schiebel das Engagement von Claudia Ackermann und Brigitte Lotz. Seit dem Ausgangspunkt 1989 habe man »alles richtig gemacht«.

Mit einem Obolus für die Jugendarbeit und der Zusage, Festgetränke zu spendieren, stellte Bürgermeister Christian Holzemer die Bedeutung der Chöre für die Gemeinde heraus.

Das mitreißende Finale unter großem Applaus setzte den Schlussakkord unter ein Chorkonzert auf hohem Niveau. Fazit: Für ein gemeinsames Singen, das Brücken statt Grenzen baut, bietet der AGV Frammersbach die beste Plattform.

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