Rechtenbach

Singend in die närrische Saison

Die Rechtenbach Garde in Aktion. Foto: Jochen Kümmel

Mit einem starken Gesangsauftritt der Kötzekehlchen startete die Rechtenbacher Narrenscharr bei der Faschingseröffnung in die neue Saison. Lustig und humorvoll zwitscherten die neun Akteure ihre Songs am Samstagabend in der Turnhalle zum Rechtenbacher Dorfgeschehen von der Bühne und machten "Appetit" auf die beiden Prunksitzungen.

Einziger Wermutstropfen des Abends: Leider fand der Faschingsverein "Rechtenbacher Kötze" auch in diesem Jahr kein Prinzenpaar. Moderator des Abends Christian Nübel bedauerte, "dass diese lange Tradition eingebrochen ist". Erst zum zweiten Mal in der 45-jährigen Geschichte des Rechtenbacher Fasching steht die Narrenschar ohne majestätische Führung da.

Besungene Missgeschicke

Reichlich Interpretationsspielraum für die Bütt und den Faschingszug bietet das Motto der diesjährigen Kampagne "Musical-Time in Rechtenbach". Der Stimmung in der vollbesetzten Halle tat die ausgefallene Proklamation keinen Abbruch. Die Halle feierte die Kötzekehlchen für ihren erstklassigen 65-minütigen Vortrag.

Die Bandbreite der Missgeschicke war in diesem Jahr riesig. Zahlreichen Stürzen widmeten die Kötzekehlchen ein Liedchen: Zum Fliegerlied "fliecht, fliecht, fliecht von de Lädder" kam der der Bürgermeister-Sturz vom Kirschenbaum ebenso zur Sprache wie der E-Bike-Sturz des TSV-Vorstands zum Song "Goldener Reiter".

Ehrungen beim Faschingsverein Rechtenbacher Kötze (von links): Marina Blank, Markus Hepp, Wolfgang und Maria Adolf, Guido Munser, Christian Nübel und Klaus Kolb. Foto: Jochen Kümmel

Beim Rathaussturm hatten die "Faschingsbosse" die Munition vergessen: "Sie hönn dreimol Päng gesoacht", erklärte die "Oberkötze Klaus Bartel". "E Jupp, karb mir en roa", besangen die Kehlchen den neuen Dönerverkauf. Eine Dönerbestellung landete nicht bei Kronenwirt Eyüp Celik, sondern im Pizzadönerhaus im hessischen Rechtenbach bei Wetzlar.

Die fünf Sängerinnen und vier Sänger reimten und trällerten Songs vom "Bulldog-Reky", dem Besuch der Hexen am Weiberfasching im Pfarrhaus und der Kirchenmaus "Fraa Bäcker". Auch die Einheitsliste, Busfahrten, warmes Bier beim Helferfest und die Straßensperrung, die für manchen "zu ruhich war", wurden humorvoll besungen. Zum Abschluss des dreistündigen Programms ließen die elf Mädchen der großen Prinzengarde die Beine fliegen.

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