STETTEN

So früh begann Weinlese in Franken selten

Offizieller Auftakt der Weinlese: (von links) Stettens Weinprinzessin Sophia Kron, Landtagsabgeordneter Thorsten Schwab, Minister Helmut Brunner, Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Frankens Weinkönigin Silena Werner hoch über dem Maintal in der Lage „Stettener Stein“. Foto: Günther Roth

So früh wie selten zuvor begann in diesem Herbst die Traubenernte in den unterfränkischen Weinbergen. Den offiziellen Lesebeginn starteten heuer der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner und die Fränkische Weinkönigin Silena Werner in den Steillagen des Stettener Steinst.

Den ersten Schnitt setzten die beiden gemeinsam mit Sophia Kron, der Weinprinzessin aus Stetten, der Landtagspräsidentin Barbara Stamm und dem Landtagsabgeordneten Thorsten Schwab zwischen den Rebzeilen hoch über dem Maintal an, in einer Weinbergslage, in der „leidenschaftliche Winzer mit die besten Weine Frankens anbauen“, wie Arthur Steinmann, der Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes schwärmte.

„Bergbauern“ in Bayerns Norden

Für den Landwirtschaftsminister aus Niederbayern sind die fränkischen Winzer mit ihren Steillagen die „Bergbauern des bayerischen Nordens“. In seiner Eröffnungsrede hob Brunner die Leidenschaft der Weinbauern hervor, die mit ihrer Arbeit Garant für hervorragende Weine seien und zudem Frankens großes Weinkulturerbe in einer Landschaft unvergleichlicher Schönheit erhielten.

Insbesondere hob er die Unterstützung seines Ministeriums für den Weinanbau in den Steillagen hervor. Der Freistaat fördere gezielt Steil- und Terrassenlagen, Sortenumstellungen, Tropfbewässerungsanlagen und Wasserbevorratung, so Brunner.

„Die Fränkischen Winzer wissen, was Heimat bedeutet, in ihrem Tun steckt sehr viel Herzblut!“, hob die Landtagspräsidentin Stamm hervor. Dadurch spiele der Frankenwein mittlerweile in einer ganz besonderen Qualitätsliga. Ganz besonders beeindruckt zeigte sie sich von der Kreativität des Winzernachwuchses.

Die Trockenheit, der frühe Rebenaustrieb und die Fröste im April bereiteten im ersten Halbjahr den fränkischen Winzern große Sorgen, fasste Arthur Steinmann das Weinjahr zusammen. Durch die Niederschläge im Juli und die beständigen Temperaturen konnten sich aber dann die Trauben prächtig entwickeln, dass der Entwicklungsvorsprung gehalten und die ersten Trauben für Federweißen gelesen werden konnten. „Der Lesebeginn 2017 wird als einer der frühesten in die Geschichte Frankens eingehen“, sagte er.

Gute Ernte zu erwarten

Weitgehend verschont blieben in diesem Jahr die Winzer von Problemen beim Pflanzenschutz. Sowohl Oidium, Peronospora und auch die Kirschessigfliege waren bislang unauffällig. Vereinzelt machte starker Hagel Ende Juli und Mitte August in einigen Weinbaugemeinden Schwierigkeiten. Insgesamt erwarten die fränkischen Winzer eine gute bis sehr gute Ernte mit Erträgen zwischen 80 bis 85 Hektolitern pro Hektar und das bei einer ausgezeichneten Qualität, die dem „Wein das Potenzial mitgibt, ganz oben in der Qualitätsliga mitzuspielen“, so Minister Brunner.

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