Hafenlohr

So stark bezuschusst Bayern Marktheidenfelds Elektrobusse

Marktheidenfelds ÖPNV soll emissionsfrei werden. Dazu schafft das Busunternehmen Grasmann zwei Elektrobusse an - auch um sich von den Wettbewerbern abzusetzen.
Der Freistaat fördert die Anschaffung von zwei Elektrobussen der Firma Grasmann. Auf dem Bild: Die beiden Geschäftsführer Matthias Vornwald-Grasmann (links) und Katrin Grasmann sowie Hafenlohrs Bürgermeister Thorsten Schwab. Foto: Pressebüro Thorsten Schwab

Das Hafenlohrer Busunternehmen Grasmann schafft für den Stadtverkehr in Marktheidenfeld zwei Elektro-Midibusse an, die jeweils 20 Fahrgästen Platz bieten. Der Freistaat Bayern fördert diese Investition in klimafreundliche Mobilität mit 278 000 Euro. Dies teilt der CSU-Landtagsabgeordnete Thorsten Schwab in einer Pressemitteilung mit.

"Der Freistaat Bayern übernimmt bei beiden barrierefreien Linienbussen einen Festbetrag von je 52 000 Euro. Außerdem bekommt die Firma Grasmann pro Bus als Anteil an den antriebsbedingten Mehrkosten für den Elektroantrieb 87 000 Euro pro Bus zusätzlich", erklärt Schwab.

Darum fördert der Freistaat das Busunternehmen Grasmann

Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart hatte schon zuvor, ebenfalls per Pressemitteilung, den Grund für die Förderung erläutert: "Wir unterstützen engagierte Verkehrsunternehmen dabei, ihre Flotte auf umweltfreundliche Antriebe umzustellen und so fit für die Zukunft zu machen. Keine Abgase, weniger Geräusche – davon profitieren nicht nur die Fahrgäste und Anwohner, sondern auch die Umwelt", so Reichhart. Auch da mittelständische private Verkehrsunternehmen meist nur wenige Elektrobusse anschaffen und daher oftmals nicht von der Elektrobusförderung auf Bundesebene profitieren könnten, habe der Freistaat die ergänzende Förderung von Elektrobussen eingerichtet.

Ab wann werden die Busse im Einsatz sein? 

Im ersten Quartal 2020 werden die Busse ausgeliefert und dann im Stadtverkehr in Marktheidenfeld zum Einsatz kommen. "Für uns ist die Investition in Elektrobusse nicht nur ein Wettbewerbsthema gegenüber anderen Unternehmen, sondern auch der Umweltgedanke spielte bei der Überlegung eine wesentliche Rolle. Wir wollten den Stadtverkehr in Marktheidenfeld behalten und konnten uns mit diesem Angebot von den Wettbewerbern absetzen", sagt Geschäftsführer Matthias Vornwald-Grasmann.

Die Busse hätten eine Reichweite von rund 190 Kilometern, so Vornwald-Grasmann weiter. Da auf der Strecke in Marktheidenfeld täglich rund 220 Kilometer zurückgelegt werden, würden die beiden Busse im Wechsel eingesetzt werden. "Bei einem solchen Einsatz sind die Fahrzeuge auch dann noch betriebstauglich, wenn die Batteriekapazitäten zurückgehen, wir planen die Akkus nicht zu wechseln", erklärt Vornwald-Grasmann.

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