Karlstadt

Soldaten aus Hammelburg zu Besuch in der Karlstadter Moschee

Der Besuch der Stabsgruppe des Vereinte Nationen Ausbildungszentrums stand unter dem Motto "Aufeinander neugierig werden – voneinander lernen".
Beim Besuch der Stabsgruppe des Vereinte Nationen Ausbildungszentrums aus Hammelburg gab der islamische Religionslehrer Fahri Kilic seinen Gästen einen Überblick über den Islam und die Moschee als Gotteshaus. Foto: Günter Roth

Seit einem Jahr besteht eine Patenschaft zwischen der Stadt Karlstadt und dem Bundeswehrstandort in Hammelburg. Es gab Besuche und auch ein feierliches Gelöbnis auf dem hiesigen Marktplatz. Im Rahmen einer lebenskundlichen Veranstaltung besuchten nun Soldaten der Stabsgruppe des Vereinte Nationen Ausbildungszentrums aus Hammelburg die DITIB-Moschee in Karlstadt.

Ziel des Besuchs war nach den Worten von Oberstleutnant Karl Wolfgang Wieser, dem Leiter des Stabes, neben der Besichtigung der Moschee, auch die Begegnung und den Austausch mit den Angehörigen der islamischen Gemeinde zu fördern. "Wir sind sehr froh darüber, dass uns in unserer Patenstadt Karlstadt die Möglichkeit geboten wurde eine Moschee zu besuchen und mit der Gemeinde ins Gespräch zu kommen", sagte er.

Schließlich sei auch die interkulturelle Kompetenz eine Grundvoraussetzung für die Arbeit des multinationalen Ausbildungszentrums, in dem unter anderem Soldaten aus der ganzen Welt zu Militärbeobachtern ausgebildet werden. Der begleitende evangelische Militärseelsorger Rüdiger Bernhardt betonte zusätzlich die Voraussetzungen für ein friedliches Miteinander. "Wir sollten aufeinander neugierig werden und voneinander lernen", sagte er.  

Einerseits Gebetshaus, andererseits auch Ort der Zusammenkunft

Der Imam der DITIB-Mosche Veysi Kalkan begrüßte die Besucher und erklärte mithilfe eines Dolmetschers die Karlstadter Besonderheit der zwei benachbarten Moscheen. Ausführliche Informationen gab es dann von dem Islamlehrer Fahri Kilic. Eine Moschee sei demnach sowohl ein Gottes- und Gebetshaus, als auch ein Ort der Zusammenkunft, wo sich die Gemeinde zu religiösen, aber auch zu privaten Anlässen trifft. Deshalb finden sich hier auch voll ausgestattete Aufenthaltsräume.

Selbstverständlich führte Kilic seine Gäste in den großen, prächtigen Gebetsraum mit dem aufwendigen kristallenen Leuchter. Die meist jungen Leute lernten die Bedeutung der Mihrab, der nach Mekka weisenden Gebetsnische, kennen, die kanzelähnliche Treppe Minbar, von der aus die Freitagspredigt gehalten wird, die rituellen Waschräume und natürlich die Empore, weil schließlich Frauen und Männer in den Moscheen getrennt voneinander beten. Dazu hatten die Besucher allerdings schon die eine oder andere Frage.

Im offiziellen Teil des Besuchs hießen auch die Dritte Bürgermeisterin Anja Baier und Sakine Azodanlou, die Integrationsbeauftragte der Stadt, die Stabsgruppe aus Hammelburg willkommen. Als Gastgeschenk hatte der Oberstleutnant Wieser ein Wappen seiner Einheit dabei und der Militärpfarrer Bernhardt hatte schlesische Mohnklöße aus seiner ursprünglichen Heimat mit dabei. Im Anschluss bewirteten die türkischen Gastgeber mit Leckerbissen aus ihrer Vaterland. Während des gemeinsamen Essens gab es noch reichlich Gelegenheit zum Informations- und Meinungsaustausch.

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